Wassereinbruch

Wiener Gefängnis-Trakt weiter ohne Strom - Insassen verlegt

12.09.2025

Nach dem Wassereinbruch in der Wiener Justizanstalt (JA) Josefstadt sind die Schadenserhebungen im Gang. Der Problem-Trakt - oe24-Information zufolge die Jugendabteilung im 2. Stock - ist weiter ohne Strom, die verlegten Insassen können vorerst noch nicht zurück.

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Es sei "die gesamte Elektrik in einem Gebäudetrakt betroffen", sagte Sprecher Michael Weigl von der Medienstelle der APA am Freitagvormittag. Das genaue Ausmaß stehe aber noch nicht fest, hieß es aus der Josefstadt. Jene Häftlinge, die in andere Gefängnisse verlegt worden waren, sollen laut Weigl vorerst noch dort bleiben: "Wir wissen nicht, wie lange das dauern wird."

Die internen, aber auch externen Verlegungen betreffen laut einer Sprecherin des Justizministeriums "deutlich unter 100 Inhaftierte". Wie das Ministerium am Freitag erklärte, seien alle von ihnen nun "im Raum Wien und Umgebung" untergebracht.

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Wasser kam über nicht abgedeckte Dachflächen

Der Wassereinbruch hatte sich infolge der starken Regenfälle am Mittwoch im Bereich von Sanierungsarbeiten am Gebäude ereignet. Wie aus informierten Kreisen zu erfahren war, dürften Bauarbeiter im Dachbereich für Flämmarbeiten offen gelegte Flächen vermutlich nicht ordentlich abgedeckt gehabt haben.

Als die heftigen Regengüsse einsetzten, drang dann Wasser ins Innere. Betroffen war vor allem das oberste Stockwerk der JA. Es kam zu Stromausfällen. Die am stärksten betroffenen Abteilungen wurden notgedrungen geschlossen.

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Sicherheit zu jeder Zeit gegeben

Die Erhebungen, was ursächlich für den Regenwassereintritt war, sind noch im Gange. Endgültiges Ergebnis gibt es noch keines.

Ein kleiner Teil der Häftlingsbelegschaft musste in andere Anstalten oder andere Gebäudetrakte verlegt werden. Die allgemeine Sicherheit sowie die Sicherheit der Inhaftierten und Beschäftigten in der Justizanstalt sei jedoch zu jedem Zeitpunkt gegeben gewesen, wie das Justizministerium betonte.