Entführung in Wien
Zwei Buben vor Schule in Lexus gezerrt: Ermittlungen auf Hochtouren
27.02.2026Der mutmaßliche Entführer dürfte der syrische Vater der beiden Volksschüler sein.
In einem dramatischen Aufruf richten sich derzeit Verwandte und Bekannte der vermissten Buben in den sozialen Medien an die Öffentlichkeit. Vor der Schule in der Ybbsstrasse in der Wiener Leopoldstadt sollen die beiden Brüder im Alter von 7 und 8 Jahren am Mittwochmorgen gegen 7.45 Uhr entführt worden sein (oe24 berichtete).
Mutmaßliche Täter: Der eigene Vater, ein Syrer, mit einem Komplizen. "Die Kriminalbeamten ermitteln auf Hochtouren wegen des Verdachts der Kindesentführung gegen den Vater der Kinder", so Polizei-Sprecherin Julia Schick gegenüber oe24. Weitere Details könnten derzeit aufgrund ermittlungstaktischer Gründe nicht bekannt gegeben werden.
Ins Ausland verschleppt?
Von den Buben fehlt bisher jede Spur. Beide trugen bei dem Vorfall braune Jacken und blau-grüne Hauben (siehe Fotos). Die Fahndung wurde auf ganz Österreich ausgeweitet. Gemäß oe24-Informationen dürften die beiden Kinder kurz vor Schulbeginn von zwei Männern in einen blauen Lexus gezerrt worden sein. Danach waren sie verschwunden. In der Schule kamen sie nicht mehr an.
Laut der Mutter der Vermissten besteht die Möglichkeit, dass der Vater sie ins Ausland nach Syrien oder den Irak verschleppen könnte. Sie hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung, denn gemäß dem Aufruf könnte jede Information zum Aufenthaltsort der beiden Kinder derzeit entscheidend sein.