Cruisen statt rasen

Für mehr Verkehrssicherheit am Großglockner

23.03.2022

Gemeinsam sicher: Polizei, ÖAMTC und GROHAG präsentieren Paket für mehr Verkehrssicherheit auf Österreichs berühmtesten Panoramastraßen.

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Salzburg: Mit einem groß angelegten Maßnahmenpaket soll das Fahren auf den Großglockner Hochalpenstraßen in Zukunft noch sicherer werden. Wichtigste Bausteine der Initiative von Polizei, ÖAMTC und GROHAG sind eine umfangreiche Kampagne zur Bewusstseinsbildung, Fahrsicherheitstrainings für Motorradfahrer und eine durchgehende Tempo 70 Zone.

„Mit unserem Sicherheitspaket möchten wir hunderttausende Besucher der Großglocknerstraßen dabei unterstützen, noch sicherer unterwegs zu sein. Wir müssen unseren Gästen vor Augen führen, dass weniger Tempo Leben retten kann, generell zu mehr Sicherheit führt und auch mehr Erlebnis und Genuss bedeutet. Die damit einhergehende Reduktion der Lärmbelastung wirkt sich darüber hinaus auch für die Natur in den Schutzgebieten und die Umwelt, insbesondere auch in den Anrainergemeinden positiv aus.“, sagte Johannes Hörl, Vorstand der GROHAG (Großglockner Hochalpenstraßen AG) heute anlässlich der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung mit der Polizei sowie dem ÖAMTC.

© Albin Niederstrasser
 

 

Neue Kampagne macht Lust auf Slow Driving

Ein Kernstück des Maßnahmenbündels ist eine Kampagne zur Bewusstseinsbildung bei Automobilisten und Motorradfahrern. Unter dem Motto „Cruisen statt Rasen“ wirbt die Großglocknerstraße beziehungsweise die GROHAG ab sofort für das Thema Slow Driving und setzt ein klares Zeichen für Genussfahrer und gegen Raser. Die Kernbotschaften sind: „Cruisen statt rasen!“, „Staunen statt hetzen!“, „Ruhe statt Vollgas!“ und „Aussicht statt Tempo!“.

Mit dem Thema Slow Driving schlagen die Partner einen Weg ein, der auf den mahnenden Zeigefinger verzichtet und stattdessen die Lust an der Langsamkeit wecken soll. Ein Trend, der mittlerweile in vielen Lebensbereichen erkennbar ist. Von Slow Food über das Slow Travelling bis zum Slow Brewing reicht die neue Lust an der Langsamkeit. Das soll nun auch fürs Fahren gelten: Denn wer langsam unterwegs ist, spart nicht nur Treibstoff und Nerven sondern nimmt Rücksicht auf andere Ruhe suchende Gäste. Eine Reduktion des Tempos schützt auch die Tier- und Pflanzenwelt am Berg und im Hochgebirge. Und sie öffnet den Blick für die Schönheit am Wegesrand, für die Naturlandschaften von den Glocknerwiesen bis zu den Gletschern und Dreitausendern des Nationalpark Hohe Tauern sowie den traumhaften Ausblicken der angrenzenden Schutzgebiete.

 

Tempo 70 schützt Mensch und Natur

Ein dritter zentraler Punkt des Maßnahmenpaketes ist eine Tempo-70 Beschränkung für die Großglockner Hochalpenstraße und die Gerlos Alpenstraße. „Die polizeilichen Erfahrungen belegen, dass eine solche Maßnahme vor allem auf Bergstraßen das Unfallrisiko deutlich reduziert“, erklärte Landespolizeidirektor Rausch im Rahmen der Kooperationsunterzeichnung.

© Großglockner Hochalpenstraßen AG

 

Fahrsicherheitstrainings für Motorradfahrer

Ein weiterer Schwerpunkt des Pakets richtet sich gezielt an Motorradfahrer. Schließlich sind sie im Straßenverkehr ganz besonders gefährdet. Zu den geplanten Maßnahmen gehört deshalb der weitere Ausbau von Fahrtechniktrainings. Der ÖAMTC vermittelt dabei Know-How und praktische Fähigkeiten zum sicheren Motorradfahren am Berg: „Leider stellen wir immer wieder fest, dass viele mitunter nicht über das notwendige Können verfügen, um sich in diesen Fahrsituationen gefahrlos und richtig zu verhalten. Aus diesem Grund bieten wir Fahrsicherheits-Trainings an, um Biker optimal auf das Fahren am Berg vorzubereiten“, schildert ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold. In vielen Bundesländern werden die Motorrad-Trainings der ÖAMTC Fahrtechnik gefördert.


Die Umsetzung beginnt für die Gerlos Alpenstraße per sofort und im Frühjahr mit dem Betriebsstart der Großglockner Hochalpenstraße. Traditionell beginnt die Saison „am Großglockner“ erst Ende April beziehungsweise Anfang Mai mit dem symbolträchtigen „Durchstich“ am Hochtor (2.507m), direkt an der Landesgrenze von Salzburg zu Kärnten.
  

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