Terror-Angst

Urlaub: Wo man (nicht) sicher ist

16.07.2016

Welche Länder heuer als gefährlich gelten – und was die Urlaubsalternativen sind.

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Im Sommerurlaub 2016 ist alles anders. Die Angst vor Terror hat die Reiseplanung der Österreicher stark verändert. Viele unserer vormals beliebtesten Ferienziele sind zu Gefahrenzonen mutiert. Zu den Ländern, in denen Ferien heuer neben der Türkei (siehe S. 5) vielen gefährlich erscheinen, gehören:

  • Ägypten
    Im ganzen Land, auch in Badeorten wie Sharm el Sheikh oder Hur­ghada gilt laut der Website des Außenministeriums ein hohes Sicherheitsrisiko von terroristischen und anderen Angriffen. Im Jänner hat es etwa auf dem Gelände eines Hotels in Hurghada einen Angriff gegeben, bei dem drei Touristen durch Messerstiche verletzt wurden.

Autoreise nach Italien statt Flug nach Tunesien

  • Tunesien
    Letzten Sommer wurde im Badeort Sousse ein Attentat auf ein Hotel verübt. Der Täter hatte es explizit auf Touristen abgesehen, er erschoss 38 Gäste. Im November forderte ein Bombenattentat in Tunis mehrere Todesopfer. Die Hotels in Tunesien sind heuer leer.
  • Frankreich
    Bei Städtereisen hat Paris nach den Anschlägen vom November seine frühere Top-Position verloren. Südfrankreich war gut gebucht – nach dem Nizza-Anschlag ist die Situation jetzt anders. Ganz Frankreich gilt als extrem terror-gefährdet.

Alternativen

Wo also hinfahren? Ganz hoch im Kurs steht heuer Spanien, liegt etwa bei Ruefa klar auf 
Platz 1. So viele Österreicher wie nie urlauben diesen Sommer in Spanien – insbesondere die Ferieninseln Mallorca und Ibiza sind so gut wie ausgebucht. Auf Platz 2 folgt Griechenland.

Auto statt Flugzeug

„2016 ist ein Jahr der Autoreisen“, sagt Helga Freund, Vorstandsdirektorin des Österreichischen Verkehrsbüros. Das habe auch mit dem Sicherheitsaspekt zu tun. Mehr Menschen als früher haben Angst, in einen Flieger zu steigen. Beliebteste Ziele für die Anreise mit dem eigenen Auto sind Italien und Kroatien.

Österreich-Boom

Und vor allem Österreich-Urlaub boomt. Fast zwei Drittel der Öster­reicher wollen vor allem im eigenen Land urlauben.

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