5 Prozent Rückgang

Bierkonsum-Einbruch im Sommer

05.08.2009

Neue Studie zeigt: Die Hälfte der Wirte verkaufte im Sommer weniger Bier.

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© TZ ÖSTERREICH / Niesner
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Die heimischen Brauereien müssen diesen Sommer mit sinkender Nachfrage kämpfen. Wirtschaftskrise, schlechtes Wetter und Rauchverbot ziehen den Bierkonsum nach unten. Alleine im ersten Halbjahr ging der Bierabsatz in Österreich um fünf Prozent zurück, berichtet der Verband der Brauereien Österreichs. Das ist zwar etwas besser als ursprünglich erwartet – Ende Juli war noch von minus zehn Prozent die Rede – aber trotzdem ein starker Rückgang. Während im ersten Halbjahr 2008 noch 4,3 Millionen Hektoliter Bier produziert wurden, waren es 2009 nur noch 4,09 Millionen Hektoliter.

Der negative Trend dürfte sich im restlichen Sommer fortsetzen. Branchenkenner rechnen damit, dass der Bierabsatz in der Sommersaison gegenüber dem Vorjahr um drei bis fünf Prozent zurückgeht.

Absatzrückgang
„Das Sommergeschäft hängt sehr stark vom Wetter ab. Wir rechnen mit einem leicht rückläufigen Absatz im Sommer bei einer konstanten Umsatzentwicklung“, erklärt Veronika Fiereder von der Brau Union, Österreichs größter Brauerei.

Hälfte der Gastrobetriebe betroffen
Vor allem der verregnete Juni hätte den Brauereien einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Im Juli ist das Geschäft besser gelaufen“, so Fiereder. Erfreulich seien vor allem die Verkaufszahlen beim BeerTender und die Entwicklung der Marke Heineken. Die Brau Union setzt jetzt auf „hochwertige Markenbiere“.

Vom Rückgang des Bierkonsums wird vor allem die Gastronomie getroffen. Das zeigt auch eine aktuelle Umfrage der Wirtschaftskammer: „47 Prozent der befragten Betriebe verzeichnen demnach einen Rückgang beim Bierabsatz“, berichtet Gernot Liska von der Wirtschaftskammer. Vor allem der Rückgang im Juni sei schmerzlich. „Was die Gastronomie im Juni verliert, kann sie danach nur sehr schwer aufholen“, so Liska.

In Deutschland fällt das Ergebnis ähnlich schlecht aus: Hier ging der Absatz der Brauereien im ersten Halbjahr um 4,5 Prozent zurück. Das ist ein neues Rekordtief.

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