Umsatzplus

Fahrrad-Verkauf lässt Sporthandel boomen

12.06.2009

Bis zu 1.500 Fahrräder gehen derzeit täglich über die Ladentische der Sporthändler. Neben City- und Mountainbikes sind Elektroräder im Kommen.

Zur Vollversion des Artikels
© Reuters
Zur Vollversion des Artikels

Von Krisenstimmung kann im heimischen Sporthandel keine Rede sein. Im Gegenteil: Die zweistelligen Umsatzzuwächse des guten Wintergeschäfts setzten sich in den letzten Monaten nahtlos fort. Angesichts des zumeist guten Wetters boomt alles rund um Outdoor-Sportartikel, berichtet Peter Wahle, Vorstand von Intersport Eybl.

1.500 Fahrräder täglich
Mehr als 10 Prozent liegt der Sporthandel heuer Monat für Monat im Plus gegenüber dem Vorjahr; zu Spitzenzeiten, etwa um Ostern, waren es sogar bis zu 30 Prozent. „Haupt-Umsatzbringer sind Fahrräder“, so Fritz Aichinger, Handelssparten-Obmann in der Wirtschaftskammer, zu ÖSTERREICH. Bis zu 1.500 Stück gehen derzeit täglich über die Ladentische. Im Vorjahr wurden österreichweit rund 450.000 Bikes verkauft - „heuer könnten wir die 500.000er-Marke knacken“, meint Aichinger.

Biken im Trend
„Den Bike-Trend haben wir schon früh erkannt und massiv in unsere Radsportabteilung investiert“, erklärt Wahle. Markanteste Innovation heuer ist das E-Bike. Hier handelt es sich um Fahrräder mit kleinem Elektromotor, die rund 25 km/h schaffen. Sie schauen aus wie „normale“ Räder, haben einen Akku „aufgeschnallt“ - und sind ab rund 1.000 Euro zu haben.

Mehr Geld für Sport
Dass die Österreicher derzeit mehr in Sportausrüstung investieren, liege sicher auch daran, dass beim Urlaub eher gespart werde, meint Aichinger. „Statt für einen Kurztrip geben viele das Geld lieber für ein neues Rad oder gute Wanderschuhe aus.“

Der neue Trend sind Elektro-Bikes
Fahrräder mit kleinem Elektromotor, der sich beim Treten in die Pedale einschaltet, werden jetzt auch in Österreich ein Trend. Das Strampeln ist am E-Bike weniger anstrengend, man hat quasi permanent Rückenwind. „Eine tolle Innovation, sowohl für Stadt-Radfahrer als auch für ältere oder untrainierte Personen – und natürlich in sehr hügeligen Gegenden“, so Florian Größwang, Marketingchef von Intersport Eybl. Einstiegsmodelle der Elektro-Fahrräder sind um die 1.000 Euro zu haben. Je nach Bundesland gibt’s für die Anschaffung der klimaschonenden Bikes auch Förderungen bis zu 750 Euro.

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel