Bilanzen

Intel mit Rekord, Yahoo besser, IBM schlechter

17.10.2007

Die starke PC-Nachfrage treibt den Chip-Absatz von Intel. Das Yahoo-Ergebnis ist besser als erwartet, das von IBM schlechter als erwartet.

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Der weltgrößte Chiphersteller Intel Corporation hat im dritten Quartal 2007 angesichts der starken globalen Personal-Computer-Nachfrage einen beeindruckenden Rekordgewinn von 1,9 Mrd. Dollar (1,34 Mrd. Euro) verbucht. Damit verdiente Intel 43 Prozent mehr als im Juli-September-Abschnitt des Vorjahres. Der Gewinn je Aktie legte auf 31 (Vorjahresvergleichszeit: 22) Cent zu. Der Quartalsumsatz erhöhte sich um 15 Prozent auf 10,1 Mrd. Dollar. Intel übertraf damit die Erwartungen der Wall Street erheblich. Die Aktien legten nachbörslich um mehr als vier Prozent auf 26,53 Dollar zu.

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Intel profitierte auch von seinen Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen der vergangenen zwölf Monate. Das Unternehmen befand sich weiterhin in einem harten Konkurrenzkampf mit seinem Hauptrivalen Advanced Micro Devices. Dadurch stagnierten die Chippreise, doch brachten das höhere Absatzvolumen, ein beträchtlicher Stellenabbau und andere Sparmaßnahmen trotzdem einen deutlichen Anstieg der Bruttogewinnmarge auf 52,4 (46,9) Prozent.

Yahoo-Gewinn leicht gesunken
Die Geschäfte beim US-Internetkonzern Yahoo haben sich im dritten Quartal besser als erwartet entwickelt. Damit nimmt Experten zufolge trotz eines leichten Gewinnrückgangs der Druck auf Firmenchef Jerry Yang ab, die im Kampf mit Google zurückgefallene Firma schnell und drastisch umzubauen. Yahoo gab sich am Dienstag nach Börsenschluss zudem optimistisch für das vierte Quartal. Aktien von Yahoo stiegen nachbörslich um zehn Prozent auf 29,25 Dollar.

Besser als erwartet
Das Nettoergebnis im dritten Quartal fiel den Angaben zufolge auf 151 Mio. Dollar (106,7 Mio. Euro) von 158,5 Mio. Dollar vor einem Jahr. Analysten hatten indes im Schnitt mit einem Einbruch auf 113,8 Mio. gerechnet. Der Bruttoumsatz legte um zwölf Prozent auf 1,77 Mrd. Dollar zu. Abzüglich der Zahlungen an Werbe-Partner betrug der Anstieg 14 Prozent auf 1,28 Milliarden - erwartet worden waren 1,24 Milliarden. Der Umsatz über die eigene Internet-Seite wuchs um 24 Prozent.

Der Zuwachs fällt zwar drastisch geringer als etwa bei Google aus. Experten waren aber nicht enttäuscht. "Es sieht so aus, als ob sie die Erwartungen übertroffen haben, wenn auch nicht sehr deutlich", sagte Analyst Jeffrey Lindsay von Sanford C. Bernstein.

IBM unter den Erwartungen
Der US-Computerkonzern IBM hat im abgelaufenen dritten Quartal den Gewinn gesteigert. Das Nettoergebnis sei auf 2,36 Milliarden Dollar (1,67 Mrd. Euro) von 2,22 Milliarden Dollar vor einem Jahr gestiegen. Der Umsatz kletterte auf 24,1 Milliarden von zuvor 22,6 Milliarden Dollar und entsprach damit den durchschnittlichen Erwartungen der von Reuters befragten Analysten.

Positiv wirkte sich die höhere Rentabilität des Dienstleistungsgeschäfts aus. Zudem profitierte der Konzern davon, dass er mehrere Software-Hersteller gekauft hatte. IBM-Aktien fielen trotz der erwarteten Ergebnisse nachbörslich 1,3 Prozent auf 118 Dollar.

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