Zielpunkt-Chef

Mehrwertsteuer auf Energie soll gesenkt werden

18.07.2008

Zielpunkt-Chef Johann Schweiger tritt im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH für eine Senkung der Mehrwertssteuer auf Energie ein.

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© Zielpunkt
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"Der Hauptgrund für die Teuerungen bei Lebensmitteln liegt in der Preisexplosion bei Energie. Die Regierung hat dadurch höhere Steuereinnahmen. Es wäre ihre Pflicht, einen Teil davon über Steuersenkungen an die Konsumenten zurück zu geben", sagte Schweiger.

Auf die Frage nach dem abgeblasenen Zielpunkt-Verkauf erklärte Schweiger, dass es "unterschiedliche Preisvorstellungen" gegeben habe. Neben Spar und dem Fleischer Karl Schirnhofer habe es auch andere Interessenten gegeben.

Eigenmarken werden reduziert
Schweiger befürchtet keine Nachteile bei den eigenen Einkaufspreisen als Folge der durch internationale Verkäufe geschrumpften Einkaufsmacht der Zielpunkt-Mutter Tengelmann. "Wir müssen jetzt aber unsere Palette an Eigenmarken von 1.000 auf 400 bis 500 reduzieren", so Schweiger. Diese Produkte würden "durch Markenartikel und regionale Artikel" ersetzt. Bei allen wichtigen Produkten werde man weiter das Preisniveau von Hofer und Lidl halten.

Schweiger sieht laut ÖSTERREICH die Zukunft von Zielpunkt wieder positiv. "Bei der Umstellung von Zielpunkt auf Plus fehlte es an Begleitmaßnahmen etwa in der Werbung, deshalb hat das nicht funktioniert", konzedierte er. Künftig wird es wie berichtet nur noch Zielpunkt geben.

Schwierigkeiten durch die Übernahme von Adeg durch Rewe sieht er nicht: "In diesen Dimensionen ist es schon egal, wenn ein Marktführer noch ein paar hundert Filialen dazu bekommt."

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