"Warner Bros."-Kauf
"Dampfwalze für Kinos": Das ist der neue Netflix-Plan
Streaming-Riese Netflix setzt zur Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers an. Netflix will sich mit dem Dutzende Milliarden Dollar schweren Deal unter anderem Batman, Superman und Harry Potter ins Haus holen - und bekommt zugleich den Streamingdienst HBO Max mit Serien wie „Game of Thrones“ und „Die Sopranos“. Für den Abschluss der Übernahme planen die Firmen bis zu eineinhalb Jahre ein - auch weil Wettbewerbshüter den Zukauf unter die Lupe nehmen werden.
Insgesamt soll das Angebot von Netfli stolze 72 Milliarden Dollar betragen. Nun gibt es einen neuen Bericht des Branchen-Magazins Deadline, der viele Film-Fans in Aufruhr versetzt. Denn die größte und bislang unbeantwortete Frage ist, wie es zukünftig mit etwaigen Kino-Filmen weitergeht, da der Streaming-Gigant bislang wenig Interesse an dieser Form gezeigt hatte.
Während die Zuschauer zum Finale von Stranger Things in Scharen in die Kinos strömen, scheint Netflix noch immer nicht überzeugt davon zu sein, dass neue Filme von Warner Bros. über einen längeren Zeitraum in den Kinos gezeigt werden müssen.
Mini-Zeitfenster für Kinos
Dem Bericht zufolge sollen die Verantwortlichen bereits einen konkreten Plan haben, wie in Zukunft damit umgegangen werden soll. So sollen Filme, die für das Kino geplant seien, nur 17 Tage lang in den Sälen dieser Welt laufen, ehe sie auf der Streaming-Plattform abrufbar seien.
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Branchen-Experten zufolge würde das Vorhaben die Einnahmen in Kinos erheblich einbrechen lassen. Derzeit dauert es mindestens 30 Tage, bis ein Film nach der Kino-Premiere auch auf einer Online-Plattform abrufbar sei. Reduziert man diese Zeitspanne erneut, würden viele Cineasten wohl die Wartezeit in Kauf nehmen. Laut Deadline wäre das eine „Dampfwalze für Kinos“ und könnte auch das Ende vieler Film-Theater bedeuten.
Netflix-CEO Ted Sarandos bezeichnete das Kinoerlebnis einst als „überholte Idee“ und behauptete gleichzeitig, Netflix rette Hollywood. Nach dem Deal mit Warner Bros. ruderte er zwar etwas zurück, doch die enthüllten Pläne zeigen, dass sich diese Meinung kaum geändert hat.
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