04. November 2009 15:53
Das Forscherteam von "Empolis" hat mitmilfe von zwei "Attensity"-Software-Produkten
die Einführung des neue Microsoft-Betriebssystems
Windows 7 in deutschsprachigen sozialen Medien analysiert. Ein Professor
der Fachhochschule Kaiserslautern hat die Studie wissenschaftlich begleitet.
Studien-Input
Im Zeitraum vom 3. Oktober (noch vor dem
offiziellen Starttermin) bis 2. November 2009 wurden mit "Attensity Cloud"
insgesamt mehr als 108.000 relevante Beiträge in Blogs, Nachrichten,
Foreneinträgen und Mikromedien wie Twitter und Facebook erfasst und mit
Hilfe von semantischen Technologien ausgewertet. Dieses Analyse-Verfahren
unterscheidet mithilfe von intelligenter Sprachverarbeitung/Text Mining
zwischen positiven und negativen Bewertungen der Nutzer.
Ergebnisse
90 Prozent dieser Beiträge hatten einen neutralen
Charakter. Insgesamt wurden 10.741 Äußerungen mit eindeutig positiver oder
negativer Einstellung gegenüber dem neuen Betriebssystem registriert.
Dabei überwogen mit 89,2 % deutlich die positiven Aussagen (9.581) zu
Windows 7. Unter anderem bewerteten die Nutzer das neue Betriebssystem im
Beobachtungszeitraum mit den Attributen "gut" (2.997), "schnell"
(2.698), "funktioniert" (2.504), "besser" (1.948) und "sicher"
(1.359).
Nur 10,8 % (1.160) der wertenden Einträge waren in einem negativen Tenor
gehalten. Die am häufigsten genannten negativen Assoziationen waren: "schlecht"
(728), "langsam" (614), "teuer" (279), "kaputt"
(204) und "unsicher" (69).
Nutzer suchen Hilfe und Infos in Social-Networks
Ein weiteres
wichtiges Ergebnis der Auswertung ist auch, dass Nutzer bei der Lösung von
Problemen inzwischen verstärkt auf soziale Medien zurückgreifen. Bei
Beiträgen, die sich direkt auf Schwierigkeiten und Probleme mit Windows 7
beziehen, bevorzugten Nutzer eine direkte Hilfestellung innerhalb von
Online-Foren. Von allen 7.634 Beiträgen zu Problemen mit Windows 7
erschienen nur 146 in den Onlinenachrichten, dafür aber 2.072 Einträge in
Blogs und 5.059 Fragen bzw. Antworten in Onlineforen. Darüber hinaus nutzten
User zur Diskussion ihrer Probleme kaum Mikromedien wie Twitter – im
Vergleichszeitraum nur 146 Beiträge - obwohl diese Dienste bei der
allgemeinen Meinungsbildung über die Qualität des Produktes mit 8.638
Beiträgen eine führende Rolle spielen.
Fazit der Studienleiter
Prof. Hendrik Speck von der
Fachhochschule Kaiserslautern interpretiert die Ergebnisse wie folgt:: "Insgesamt
ist die Einführung von Windows 7 in den deutschsprachigen sozialen Medien
sehr positiv aufgenommen worden." Dieses Ergebnis bestätigt indirekt
auch den Erfolg der Microsoft Marketingkampagne "Ich bin ein PC. Und
Windows 7 war meine Idee".
Wie berichtet legte der Software-Riese nach eigenen Aussagen während der
Entwicklung von Windows 7 einen Schwerpunkt darauf, seinen Nutzern zuzuhören
und von ihnen zu erfahren, wie sie sich Windows 7 wünschen.
Interessierte können die gesamte Studie "Analyse der deutschsprachigen
sozialen Medien zum Launch von Windows 7"
(PDF-File) hier nachlesen.