Zugriff auf Daten
Megaupload-Nutzer bekommen Hilfe
Legal hochgeladene Inhalte werden auf eigener Webseite zur Verfügung gestellt.
Über die vom FBI geschlossene Tauschbörse Megaupload gibt es täglich neue Informationen, die teils sehr verwirrend sind. So wurde am Montag verkündet, dass ab Donnerstag alle Daten gelöscht werden. Am Dienstag ließ der Megaupload-Anwalt dann wissen, dass die hochgeladenen Files der Nutzer in den kommenden zwei Wochen doch nicht gelöscht werden. Und am Mittwoch gibt es schon wieder Neuigkeiten, und zwar solche, die viele Nutzer glücklich machen dürften.
Eigene Webseite
So hat das Rechenzentrum "Carpathia Hosting", auf dessen Server zahlreiche Daten der Tauschbörse gespeichert sind, gemeinsam mit der Electronic Frontier Foundation (EFF) in die Wege geleitet, dass die Nutzer auf legal hochgespielte Daten einen Zugriff bekommen sollen. Die beiden Partner wollen solche Inhalte nun sammeln und auf der eigens eingerichteten Webseite "megaretrieval.com" zur Verfügung stellen. Betroffene User sollen sich ihre legalen Daten wie private Videos, Bilder, etc. kostenlos herunterladen können. Aktuell hat das Rechenzentrum jedoch (noch) keinen direkten Zugriff auf die Megaupload-Daten.
Hintergrund
Megaupload wurde von Kim "Dotcom" Schmitz gegründet und war eine äußerst beliebte Tauchbörse. Da über die Plattform jedoch zum Großteil illegale Inhalte angeboten bzw. getauscht wurden, soll den Rechteinhabern ein Schaden von einer halben Milliarde US-Dollar entstanden sein. Die Betreiber sollen 175 Mio. Dollar verdient haben. Vier Hintermänner wurden bei einer Razzia auf dem luxuriösen Anwesen festgenommen. Zwei von ihnen sind gegen Kaution auf freiem Fuß. Kim Dotcom sitzt weiterhin im Gefängnis.
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