Der Electronik-Spezialist Synaptics
der unter anderem das Display für das Google-Phone Nexus
One entwickelt hat, stellte auf der CES
in Las Vegas ein eigenes Smartphone namens Fuse vor, welches mit einer
innovativen Bedienungstechnik die Handywelt revolutionieren soll. Dabei
verfolgt Synaptics jedoch einen anderen Ansatz als beispielsweise die
Entwickler des First
Else. Für die Entwicklung holte sich das Unternehmen mit den Firmen
Alloy (Design), Texas Instruments (Chip) und TAT (Software) zwei weitere
Profis mit ins Boot.
Einmaliges Bedienkonzept Dank der Partner konnte sich Synaptics
komplett auf die neuartige Steuerung konzentrieren. Zwar kann das Fuse wie
jedes andere Multitouch-Handy auch konventionell über den Bildschirm
(Synaptics 4 Zoll OLED-Display mit 800 x 480 Pixel Auflösung) bedient
werden. Daneben gibt es jedoch noch zahlreiche untypische Befehlseingaben.
Denn neben Multitouch wurden zahlreiche weitere Techniken wie haptisches
Feedback, 3D-Grafik, Verformung des Gehäuses und Annäherungssensoren in dem
Gerät verbaut.
Eigentlich besteht das gesamte Gerät fast nur aus Eingabesensoren (Rückseite
ist ein einziges Touchpad), was eine Einhand-Bedienung ermöglicht. Außerdem
soll die Befehlseingabe dadurch völlig intuitiv verlaufen. Man muss also
nicht mehr nachdenken, was man als nächstes machen muss, damit der
gewünschte Befehl ausgeführt wird. Auch in der Gehäuseseite sind kapazitive
Drucksensoren verbaut, die kennen, ob man das Gerät nur in der Hand hält,
oder eine Befehlseingabe beabsichtigt. Drückt man etwas fester, oder
streicht in eine Richtung scrollt man beispielsweise auf oder ab. Streicht
man über die Hinterseite, führt man wiederum andere Befehle aus. Des
Weiteren reagiert das Gerät auch auf Schüttel- und Drehbewegungen. Im Video
(siehe unten) wird unter anderem gezeigt, wie einfach die Steuerung eines
Spiels eigentlich sein könnte.
Im Video werden die Eingabemöglichkeiten veranschaulicht
Beeindruckende Display-Darstellung Neben dem Bedienkonzept kann
das Fuse aber auch mit seinem Internface voll überzeugen. Die Widgets und
Grafiken werden in beeindruckenden 3D-Effekten dargestellt. Ausgewählte
Icons werden wie von Geiserhand heran gezoomt und ziehen sich bei nicht
Gebrauch effektvoll zurück.
Start noch nicht beschlossen Als Betriebssystem vertraut der
Hersteller auf das von Google entwickelte Android. In Las Vegas war noch die
(nicht mehr aktuelle) Version 1.5 installiert. Falls es zu einem Marktstart
kommen sollte, wird das Gerät jedoch bereits mit Android 2.1 laufen. Laut Synaptics
will das Unternehmen mit dem Fuse jedoch hpuptsächlich zeigen, wie sich
Handys in Zukunft bedienen lassen.