Steuernachzahlung

Irland will die Apple-Milliarden nicht

Regierung in Dublin reicht Einspruch gegen EU-Entscheidung ein.
OE24 auf Google bevorzugen

Angekündigt wurde es bereits, jetzt ist es fix: Die irische Regierung geht juristisch gegen die Entscheidung der EU-Kommission zu den Steuerforderungen an Apple vor. Irland habe vor dem Gericht der Europäischen Union offiziell Berufung gegen die Entscheidung der Kommission eingelegt, die von Irland gewährten Steuervergünstigungen für unzulässig zu erklären, teilte das Finanzministerium in Dublin mit.

Die irische Regierung vertrete in der Frage eine "grundlegend andere Auffassung" als die Kommission, sagte ein Ministeriumssprecher. Apple lässt seit Jahrzehnten einen großen Teil seines internationalen Geschäfts über Irland laufen. Durch eine Vereinbarung mit der irischen Regierung vermied der US-Konzern laut Kommission die Besteuerung von nahezu sämtlichen Gewinnen, die das Unternehmen durch den Verkauf seiner Produkte im gesamten EU-Binnenmarkt erwirtschaftete.

>>>Nachlesen: Apple-Chef zu EU: "Politischer Dreck"

13 Milliarden Euro

Nachzahlung von 13 Milliarden Euro

Die irische Regierung hatte damals bereits angekündigt, Einspruch gegen die Entscheidung einzulegen. Sie will die Steuernachzahlung von Apple nicht und befürchtet, dass die Kommissionsentscheidung Irland als Standort für ausländische Konzerne weniger attraktiv machen könnte.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden