Online-Shopping zu Weihnachten
So verpassen Sie keine Paket-Zustellung
In der Vorweihnachtszeit haben Paketboten keine Zeit, lange an der Haustür zu warten. Der boomende Online-Handel, befeuert durch die Corona-Pandemie, verschärft den Druck auf die Zusteller noch einmal. Wer dennoch keine Lieferung verpassen möchte, kann sein Eigenheim technisch aufrüsten. Konkret geht es dabei um vernetzte Türsprechstellen. Vor dem Kauf lohnt es sich jedoch, auf die Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme zu achten.
Paketzusteller müssen dieses Jahr noch einmal mehr leisten, als sie es sonst in der Vorweihnachtszeit bereits tun. Die Online-Bestellungen schießen auch aufgrund der Corona-Pandemie derzeit durch die Decke. Alleine die heimische Post liefert derzeit pro Tag bis zu 1,3 Millionen (!) Pakete aus. Umso wichtiger ist es, schnell zu reagieren, wenn es klingelt. Sonst ist der Paketbote bereits wieder weg, bevor man an der Tür ist. Vernetzte Türsprechstellen helfen hier, keine Zeit verstreichen zu lassen. Klingelt es an der Tür, kann man je nach System direkt über das Handy oder auch das Haustelefon auf den Paketboten reagieren. Und das selbst dann, wenn man gerade im Badezimmer ist oder in einem Video-Call aus dem Home Office. Mitunter kann man das Türgespräch sogar vom Festnetztelefon im Büro aus annehmen.
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Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme
Wichtig ist, dass man vor dem Kauf genau schaut, was man benötigt und wo die Unterschiede bei den einzelnen Geräten und Systemen liegen. Soll es möglichst billig sein, gibt es eine große Auswahl an WLAN-basierten Türsprechstellen wie Doorbell oder Doorbird. Bei diesen App- sowie Cloud-basierten Modellen wird stets das Smartphone als Gegensprechanlage genutzt. Mitunter ist bereits eine Kamera integriert, sodass man auch sehen kann, wer vor der Tür steht. Montage und Installation sind in der Regel unkompliziert.
Bedenken sollte man allerdings, dass WLAN-Produkte prinzipiell störungsanfällig sind. Je nachdem, wie viele andere WLAN-Geräte in der Umgebung im Einsatz sind, kann es zu Interferenzen kommen. Die Geräte sind auf eine stabile Internetverbindung angewiesen. Je nachdem, wo man sich daheim oder auch außer Haus gerade befindet, wenn es klingelt, ist es also nicht garantiert, dass der Anruf durchgestellt wird. Es kann also passieren, dass man das Klingeln verpasst, obwohl man zuhause ist. Hinzu kommt, dass die App auf dem Smartphone durchweg aktiv sein muss und dementsprechend Energie verbraucht wird. Ist der Akku leer, kann auch kein Türgespräch durchgestellt werden. Grundvoraussetzung ist eh, dass man ein Smartphone hat, was gerade bei älteren Menschen nicht immer der Fall ist – obwohl gerade hier eine Türsprechanlage oftmals Sinn macht.
Verlässlicher sind Türsprechstellen, die sich mit der Telefonanlage verbinden lassen. Das kann beispielsweise ein AVM-Router (FritzBox) sein, der in vielen Haushalten bereits vorhanden ist. Verfügt die FritzBox über eine integrierte DECT-Basis für Schnurlostelefonie, was meistens der Fall ist, kann hier leicht eine DoorLine Slim DECT angeschlossen werden. Das Prinzip ist dasselbe wie bei einem Schnurlostelefon. Entsprechend zuverlässig und gut ist auch die Sprachverbindung. Ein Smartphone ist nicht zwangsläufig notwendig. Allerdings lässt sich das Türgespräch problemlos auf ein Handy weiterleiten. Dies kann, muss aber kein Smartphone sein. Denn eine App oder eine Cloud werden hier nicht benötigt.
Verfügt die heimische Telefonanlage über keine DECT-Basis für Schnurlostelefonie, bietet der Hersteller Telegärtner Elektronik auch kabelbasierte DoorLine-Modelle an. Diese haben, je nach Modell, teils sogar zusätzliche Funktionen wie die sogenannte Apothekerschaltung. Geht unter der ersten hinterlegten Rufnummer niemand dran, wird der Anruf auf eine zweite Rufnummer weitergeleitet. Allein der Aufwand bei der Erstinstallation ist ein wenig höher. Das trifft auch dann zu, wenn man zusätzlich sehen möchte, wer vor der Tür steht. Denn die DoorLine-Modelle verfügen über keine integrierte Kamera. Scheut man den etwas größeren Aufwand bei der Erstinstallation nicht, ist dies jedoch sogar ein Vorteil. Denn so kann man genau die IP-Outdoor-Kamera ins Netzwerk integrieren, die am besten zu den eigenen Ansprüchen passt, was beispielsweise die Bildqualität und den Winkel betrifft. Ist die Kamera bereits in die Türsprechanlage integriert, muss man mit dem auskommen, was das jeweilige Modell bietet.
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Fazit
Für welche Türsprechstelle man sich am Ende auch entscheidet: Mehr Komfort bieten sie alle. Zudem muss man nicht die Haustür öffnen, um mit Besuchern oder dem Paketboten sprechen zu können. In Corona-Zeiten schützt man so nicht nur sich, sondern potenziell auch andere. Was man sich auf jeden Fall spart, ist die Sorge, ob man den Postboten mit den Weihnachtsgeschenken verpasst.
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