Anna Netrebko:

Glückliche Mama

© EPA/PEER GRIMM

Anna Netrebko: "Familienleben ist das Wichtigste"

Opernstar Anna Netrebko (37) will nach der Geburt ihres Sohnes kürzertreten und die Anzahl ihrer Auftritte reduzieren. "Ich möchte nicht für die Menschen vor und hinter der Bühne mehr da sein als für mein eigenes Kind, das ich dann der Nanny überlasse", sagte sie in einem Interview des Fachblattes "Das Opernglas" (Dezember). "Das wäre eine schreckliche Vorstellung!" Die russische Sopranistin hatte Anfang September einen gesunden Knaben zur Welt gebracht. Vater von Tiago Aruã ist der uruguayische Bassbariton Erwin Schrott (36).

Normales Kind
"Unser Kind soll einfach ein ganz normales Kind sein", sagte Netrebko. Karriere und Familienleben zu vereinbaren, werde zwar nicht einfach sein. "Aber ich habe schon einmal geschaut, wie meine Kolleginnen das so machen. Wenn die das schaffen, müsste ich das eigentlich auch hinbekommen, zumal ich einen wundervollen Partner an meiner Seite habe, der eigentlich noch Baby-verrückter ist als ich."

Das Wichtigste sei ihr und Erwin Schrott ein intaktes und regelmäßiges Familienleben, sagte Netrebko. In den ersten Jahren werde das Kind vermutlich mit ihnen reisen. "Wenn aber die Schulpflicht beginnt, müssen wir uns Gedanken darüber machen, in welchem Land wir leben wollen." Österreich sei "absolut fantastisch", aber auch Spanien habe gute Chancen.

Rückkehr
Nach der Babypause will Netrebko im Jänner 2009 mit Donizettis "Lucia di Lammermoor" auf die Bühne zurückkehren. Sie wird die Partie der Lucia in St. Petersburg sowie an der New Yorker Metropolitan Opera singen. Gemeinsame Konzerte will das "Traumpaar der Oper" nicht geben. "Wir wollen bewusst Privatleben und Karrieren nicht zu sehr vermischen", sagte Netrebko.

Während der Schwangerschaft habe sie um ihre Stimme gefürchtet, erzählte die Opernsängerin. "Im vierten Monat hatte ich zwischenzeitlich Angst, sie zu verlieren. Ich brauchte sehr viel mehr Zeit, um mich zwischen zwei Auftritten zu erholen." Es habe sich aber herausgestellt, dass ein schwangerschaftsbedingter Eisenmangel die Ursache gewesen sei.

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