02. September 2010 10:28
Bei David Letterman beschreibt Filmstar Michael Douglas seinen Kampf gegen
den Kehlkopf-Krebs: "Er ist im fortgeschrittenen Stadium."
Es steht doch weit ernster im Krebsdrama
um Michael Douglas (65) als bisher angenommen: Die Krebsgeschwüre hätten
sich im ganzen Hals ausgebreitet, sagte er beim ersten TV-Auftritt nach der
Horrordiagnose in David Lettermans Talkshow. Der Krebs erreichte "Stufe
vier", die schlimmste, gab der Star des Finanzkrimis Wall Street II
(ab 21. Oktober im Kino) bekannt.
Immerhin: Seine Ärzte stellten noch keine Metastasenbildung in anderen
Organen fest, die Heilungschancen stehen bei 80 Prozent. Eine Woche Chemo-
und Bestrahlungs-Therapie hat er hinter sich: Sieben Wochen Tortur folgen.
Tatsächlich wirkte Douglas
im schwarzen Jacket abgemagert, das Gesicht eingefallen, die Stimme heiser.
"Werde Krebs besiegen!"
Doch sonst ist er ein Bündel
an Lebenswillen und Kampfkraft: "Ich werde ihn besiegen", sagte er
zu People. Douglas beschrieb die Qualen der Behandlung: "Die
Medikamente führen zu entsetzlicher Übelkeit, die Strahlen brennen im Mund
und Rachen, das Schlucken fällt schwer. Das schlägt dich richtig zusammen."
Dennoch wollte er seine Wall Street-PR-Tour durchboxen. Als gieriger
Finanzhai Gordon Gecko gewann er für den ersten Filmteil (1987) den Oscar.
Die Ehe mit Traumfrau Catherine Zeta-Jones (40) gibt ihm Kraft. Die Actrice: "Es
ist furchtbar, ihn so niedergeschlagen zu sehen. Sonst ist er ein
Energiebündel." Mit seinen Kindern Dylan (10) und Carys (7) setzte
er sich zusammen, sagte: "Daddy hat Krebs."
Schlechtes Jahr
Wie entdeckte er die Krankheit? "Ich hatte
den Sommer über Halsweh", so Douglas. Schließlich zwickte ein Arzt
ein Stück des verdächtigen Geschwürs ab: "Sie machten
eine Autopsie und – Bumm!"
Es ist ein Jahr zum Vergessen für Douglas: Sohn Cameron
(31) wurde im April wegen Drogendealerei zu fünf Jahren Haft verurteilt.
Ex-Frau Diandra Luker zerrte ihn vor Gericht.
Amerika hält im Kampf gegen den Krebs zu ihm. Als Letterman ihn fragte, ob
er etwas tun könne, sagte Douglas nur: "Gib mir eine Umarmung."