Netrebko & Schrott - Eine Liebe in Salzburg

Innige Küsse

© Franz Neumayr/TZ Österreich

Netrebko & Schrott - Eine Liebe in Salzburg

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Montagabend vor dem Festspielhaus: Das Wetter spielt verrückt, es ist grau in grau, es nieselt, regnet und schüttet abwechselnd. Dennoch herrscht reges Treiben auf den Straßen so kurz vor der Eröffnung der Festspiele. Ganz Salzburg scheint unterwegs zu sein: Künstler versuchen, ihre Instrumente vor dem Schnürlregen zu schützen, Touristen, einen Blick ins Festspielhaus zu erhaschen, Menschen in kleinen Grüppchen plaudern unterm Schirm, einige versuchen, dem Regen davonzurennen, andere lassen sich nicht stören und schlendern seelenruhig dahin.

In diesem grauen Einerlei fällt eine bildhübsche, junge Frau auf, sie trägt einen knallroten Mantel und ein Lächeln auf dem Gesicht. Gelassen spaziert sie auf und ab – sie scheint auf jemanden zu warten. Sie schaut sich um, fingert ihr Handy aus der Tasche, telefoniert, strahlt, läuft dann mit offenen Armen auf einen drahtigen, jungen Mann zu und wirft sich in seine ausgebreiteten Arme. Minutenlang verharren die beiden in einer festen Umarmung. Sie scheinen alles um sich herum zu vergessen und küssen sich innig und leidenschaftlich. Minutenlang.

Das Traumpaar Salzburgs
Die Frau mit dem deutlich sichtbaren Babybauch ist Anna Netrebko (36), die größte Diva der Opernszene, der durchtrainierte Mann Erwin Schrott (35), gefeierter Bass-Bariton und Vater ihres ungeborenen Kindes. Die stürmische Liebesbekundung hat nicht nur den Passanten ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert, auch Petrus im Himmel hatte Einsehen und hat den Regen ein halbes Stündchen lang gestoppt.

Nun ist es also gewiss – die beiden sind wirklich ein Paar – und endlich hat auch das Gemunkel um das Traumpaar der Oper ein Ende. Bislang haben sie ihre Liebe im Verborgenen gelebt und private Fragen nicht oder nur äußerst knapp beantwortet. Und: Noch nie hat man sie zusammen gesehen – und das, obwohl die Geburt des gemeinsamen Kindes im September ins Haus steht.

Schlampige Verhältnisse
Auch wenn die beiden ihre Liebe nun endlich nicht mehr verstecken, ist nicht alles eitel Wonne. Erwin Schrott, der als einer der charismatischsten Künstler der Gegenwart gilt und bei den Festspielen den Leporello in Don Giovanni singt, ist noch verheiratet und Vater eines Mädchens. Freunde aus seinem Umfeld haben zwar vor Längerem schon bestätigt, dass das Scheidungsverfahren im Gange sei, aber die Scheidung wurde von Schrott nie bestätigt. Man darf jedoch annehmen, dass sich der Uruguayer mit seiner Gemahlin geeinigt hat und deshalb das Versteckspiel mit seiner Herzdame nicht mehr aufrecht erhalten muss.

Sommer in Erwartung
Während Netrebkos Herzbube eifrig probt (die Premiere von Don Giovanni ist am 27. um 19.0 Uhr), genießt die Hochschwangere den Trubel in der Festspielstadt. Gerne trifft sie sich mit Freunden im Triangel, dem Szenelokal, nur wenige Meter vom Festspielhaus entfernt, oder spaziert durch die pittoresken Gassen der Mozartstadt. La Netrebko scheint sehr glücklich und gelöst zu sein, denn wenn sie von Einheimischen oder Touristen erkannt und angesprochen wird, plaudert sie, lässt sich lächelnd fotografieren und schreibt auch Autogramme. Das Paar scheint – trotz des dichten Probenplans – noch genug Zeit miteinander zu verbringen. Anna holt ihren Erwin täglich von den Proben ab und sitzt bei der Premiere am Sonntag sicherlich in der ersten Reihe und hält ihrem Leporello die Daumen.

Umzug nach Wien
Nach den Festspielen (die letzte Aufführung von Don Giovanni ist am 29. August) soll sich, wie Freunde vermuten, das Paar dann in Wien – Anna Netrebko hat bereits eine wunderschöne Dachterrassenwohnung im Zentrum gekauft – auf die Geburt ihres gemeinsamen Kindes vorbereiten.

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