Reaktionen zum Tod von Hansi Lang

Betroffenheit

© TOM PLATZER/APA

Reaktionen zum Tod von Hansi Lang

Betroffenheit herrschte einen Tag nach dem Tod von Austropop-Legende Hansi Lang sowohl unter Künstlerkollegen als auch auf politischer Seite. Kulturministerin Claudia Schmied (S) nannte Lang heute, Montag, in einer Aussendung einen "Meister seiner Fächer und einen, der Kult und Kultur zu verbinden verstand". Das Rabenhof-Theater wird "nicht nur eine starke Künstlerpersönlichkeit und einen großartigen Musiker", sondern auch "einen liebenswerten Kollegen und Freund" vermissen. Und Sänger-Kollege Rainhard Fendrich bedauert "irrsinnig, dass jemand so früh gehen muss", wie er der APA über sein Management mitteilte. Ö3 ändert sein Programm und bringt am Mittwoch ab 19 Uhr eine Wiederholung der Sendung "Freundeskreis".

Claudia Schmied
"In der Beschaulichkeit des österreichischen Kulturlebens hat Hansi Lang einen Kontrapunkt gesetzt, der aus heutiger Sicht in seiner Radikalität kaum noch nachvollziehbar ist", so Schmied in ihrer Aussendung. Kultur habe er als "bewusste Rebellion aufgefasst, die sich durch alle Bereiche seiner Musik, den Texten, der persönlichen Stilisierung aber auch Lebensführung niederschlug". Schmied würdigte die "genuine österreichische Variante der Populärkultur, die mit seinem Namen untrennbar in Verbindung bleibt".

Andreas Mailath Pokorny
Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (S) nannte Lang in einer Aussendung einen "Musiker und Künstler", der die Geschichte der Wiener Popmusik maßgeblich mitgeprägt habe und ein bedeutender Vertreter der Wiener Kulturszene in den letzen drei Jahrzehnten gewesen sei. "Er war eine Poplegende mit Ecken und Kanten, mit Widersprüchen und Selbstzweifeln".

Eva Maria Marold
Eva Maria Marold, die vor zwei Jahren bei der CD "Ambros reloaded" mit Lang zusammengearbeitet hat, meinte gegenüber der APA: "Ich habe das heute Morgen im Radio gehört und war erschüttert. Ich hab ihn ja persönlich gekannt, für mich war er der beste Austro-Popper und er ist sein Leben lang unterschätzt worden."

Thomas Gratzer
Thomas Gratzer, Leiter des Rabenhof Theaters in Wien, bezeichnete Lang in einer Aussendung als "eine der außergewöhnlichsten Erscheinungen in Österreichs Kulturleben der vergangenen Jahrzehnte", der mit seinem musikalischen Schaffen "in den 80er Jahren eine ganze Generation in diesem Land mitgeprägt hat". Gratzer schließt mit den Worten: "Keine Angst Hansi, Dein Platz im himmlischen Slow Club zwischen Hans Hölzel und Joe Zawinul ist Dir gewiss."

Rainhard Fendrich
Rainhard Fendrich, der Hansi Lang leider nie persönlich kennengelernt habe, sagte auf Anfrage der APA über seine Managerin, dass er "irrsinnig bedauert, dass jemand so früh gehen muss, er war ein großer Musiker". Fendrichs Mitgefühl gelte seiner Familie.

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