Robbie:

ÖSTERREICH-Interview

Robbie: "Wäre lieber Daddy als Popstar"

Robbie Williams (35), Europas erfolgreichster Popstar, ist nach drei jähriger Schaffenspause wieder ganz dick da.

Am Dienstag wurde sein erstes Konzert seit 2006 zum globalen Kino-Triumph: eine Million Zuseher und Eintragung ins Guinness Buch. ÖSTERREICH präsentierte das Rekordevent in acht Cineplexx-Centern.

Am Donnerstag stürmte er in den Austria Top 40 mit dem Comeback-Hit Bodies von Null auf Eins. Sein allererster Nr.-1-Hit in Österreich. Freitag begeisterte er bei einem Spontan-Gratis Konzert in Berlin an die 100.000 Fans.

Das Interview mit dem Star der Stunde:

ÖSTERREICH: Ihr Comeback-Konzert brach dank weltweiter Kino-Übertragung alle Rekorde...
Robbie Williams: Ehrlich, daran habe ich nie gedacht. Ich wollte bloß wieder auf der Bühne stehen und bestehen. Ich hatte keine Ahnung, ob ich’s noch drauf habe. Aber glaubt man den Kritiken, dann war ich gar nicht so schlecht (lacht). Die Kinoübertragung hatte ich vor lauter Nervosität ohnedies vergessen. Gut so, sonst hätte ich mir womöglich vor Angst in die Hosen gemacht.

ÖSTERREICH: Robbie Williams, der größte Popstar Europas, hat derart Lampenfieber?
Williams: Ja, es ist die Hölle! Ich habe keine Ahnung, ob man sich noch für mich interessiert. Jetzt war ich drei Jahre weg, was, wenn sich niemand mehr an mich erinnern kann?

ÖSTERREICH: Das Gegenteil ist der Fall. Mit "Bodies" landen Sie nun in Österreich ihren ersten Nummer-eins-Hit...
Williams: Das ist schon irritierend, aber cool. Zurzeit höre ich immer nur um Platz eins, oder Platz zwei – und das hört sich verdammt gut an. Ich höre übrigens nie was anderes, vielleicht auch, weil man mir alles andere verschweigt. Aus Angst, ich könnte wieder depressiv werden.

ÖSTERREICH: Sind Sie denn depressiv?
Williams: Ich neige dazu. Selbst in meinen größten Triumphen, und davon gab es doch einige, malte ich immer nur den Teufel an die Wand. So lange, bis er auch endlich kann. Dann war ich glücklich, weil ich Recht hatte. Und endlich wieder depressiv!

ÖSTERREICH: Wie fühlt es sich an, wieder im Rampenlicht zu stehen?
Williams: Wenn man drei Jahre weg war und sich nicht wie ein Superstar gefühlt hat, ist es total seltsam, zumal ich nach einer Weile selbst vergessen hatte, wer ich war und was ich getan hatte.

ÖSTERREICH: Wer ist Robbie Williams?
Williams: Ich bin ein Gaukler, einer der sich so lange so gut verstellen und verbiegen kann, bis er das selbst alles glaubt. Man sagt, ich sei ein Superstar, aber ich fühle mich eigentlich total unbedeutend. Privat bin ich total schüchtern und langweilig, der uninteressanteste Mensch der Welt.

ÖSTERREICH: Trotzdem scheinen Sie erstmals wirklich glücklich...
Williams: Ja, heute geht’s mir gut, aber fragen Sie mich in einem halben Jahr nochmals. Nein, ich bin zufrieden, ich habe mich, alte Freunde und eine neue Liebe gefunden. Zumindest die beiden Letzteren versuche ich auch zu halten.

ÖSTERREICH: Das sind wohl Take That und Ihre Freundin Ayda...
Williams: Stimmt. Gary Barlow war 15 Jahre mein größter Albtraum, jetzt ist er mein bester Freund. Ich bin froh, dass wir uns verzeihen konnten. Ich fühlte mich immer alleine, während er noch seine drei Band-Kumpels hatte. Das war eine irre Belastung, weil ich eigentlich immer in einer Band sein wollte. Dann war ich in der Besten und habe alles kaputt gemacht. Mein Selbstzerstörungs-Gen hatte wieder voll zugeschlagen.

ÖSTERREICH: Und Ayda? Die erste Frau seit Langem, die Sie öffentlich als Ihre Freundin bezeichnen..
Williams: Sie wusste nicht, wer ich war, oder konnte sich zumindest gut verstellen. Ich habe um sie gekämpft und versucht, sie zu beeindrucken – etwas, das ich vorher noch nie tun musste und schon gar nicht wollte. Doch es fühlte sich gut an und dieses Gefühl wurde immer besser. Ja, sie hat einen besseren Menschen aus mir gemacht.

ÖSTERREICH: Und was kommt als nächstes – kleine Robbies?
Williams: Ja, wir wollen Kinder. Echt. Drei wären fein! Das ist auch mit ein Grund, warum ich nicht weiß, ob ich noch mal auf Tour gehen will. Ja, ich wär lieber Daddy als Popstar. Und ich möchte, dass die Kinder mit einem englischen Akzent aufwachsen.

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