Sehr eng
Carsten Maschmeyer packt aus: "Tablettensucht hätte mich fast umgebracht & Ehe gekostet"
Es war ganz schön eng für den Investor und bekannten Juror! Seine langjährige Tablettensucht hätte Carsten Maschmeyer fast das Leben gekostet. 2010 ließ sich der Unternehmer wegen seiner Abhängigkeit von Schlaftabletten in eine Psychiatrie einweisen. Erst da sei ihm klargeworden, wie gefährlich sein Zustand war.
„Der Professor sagte zu mir: Wenn Sie so weitermachen, erleiden Sie irreparable Hirnschäden. Da habe ich mich gegen diese Todesspirale entschieden“, sagte Maschmeyer im Interview mit dem stern.
Schlaftabletten
Zu diesem Zeitpunkt nahm Maschmeyer nach eigenen Angaben jeden Tag „eine hohe zweistellige Dosis“ an Schlaftabletten: „Wenn Sie diese Menge heute nehmen würden, wären Sie morgen tot. Aber mein Körper war daran gewöhnt, wenn auch mit Nebenwirkungen: Ich war kaum ansprechbar, konnte nicht mehr richtig gehen, pendelte nur noch zwischen Bett und Küche.“
Bleibe bei dir
In die Psychiatrie war Maschmeyer auf Drängen seiner Frau, der Schauspielerin Veronica Ferres, gegangen: „Sie sagte zu mir: ‚Du suchst dir jetzt Hilfe. Ich weiß nicht, ob wir als Paar zusammenbleiben. Für mich sind wir momentan nur noch wie Bruder und Schwester. Aber ich stehe dir bei, dass du wieder gesund wirst.‘“ Sie habe ihn dann auch jeden Tag besucht: „Mit Perücke und Sonnenbrille.“
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Bin clean
Dank der ärztlichen Unterstützung gelang es Maschmeyer, sich von seiner Sucht zu befreien: „Jetzt kann ich mit Stolz sagen: Seit dem 4. Juli 2010, seit 15 Jahren also, bin ich clean.“
Selbstkritisch äußerte sich der 66-jährige Unternehmer, der seit 2016 Investor in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ ist, zu seiner Vergangenheit als Finanzvertriebler: „Ich wollte perfekt und fehlerfrei sein, keine Angriffsfläche bieten. Von den Medien fühlte ich mich zudem damals ungerecht behandelt.“ Seinen Vertrieb habe er „vor allem mit Empathie aufgebaut“, sagte Maschmeyer: „Aber ich gebe zu, ich habe in dem Interessendreieck aus Aktionären, Mitarbeitern und Kunden keine gute Balance gehabt.“
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