ESC-Skandal
"Versteck dich nicht" – Geisel-Familien stellen JJ zur Rede
Wien/Basel. Die Geschwister der beiden israelischen Hamas-Geiseln Evyatar David und Guy Gilboa-Dalal fordern JJ, den österreichischen Gewinner des Eurovision Song Contests, zu einem Gespräch auf über seine Aussagen, er sei für einen Ausschluss Israels vom Bewerb. Bereits in der Vorwoche hatten sich die Angehörigen der seit über 600 Tagen in Geiselhaft befindlichen jungen Männer in einem Brief an den 24-jährigen Sänger gewandt. Nun erneuerte man in einem Video den Aufruf zum Dialog.
Gesprächseinladung in Videobotschaft
Gal und Gaya Gilboa-Dalal sowie Yeela und Ilay David hatten anlässlich eines Besuches in Wien JJ nach seinen Aussagen einen Brief geschrieben, der aber laut Anwalt Daniel Kapp, der sich für die Geiselfamilien engagiert, unbeantwortet blieb. Am heutigen Donnerstag sind die Israelis nun aus Wien abgereist, erneuerten aber in einem via X verbreiteten Video ihre Bereitschaft zum Dialog.
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"Versteck dich nicht", fordert darin Ilay David den Sänger in direkter Ansprache auf: "Wir wollen dir helfen, die Situation im Nahen Osten vielleicht besser zu verstehen." Und Gal Gilboa-Dalal fügt hinzu: "Musik sollte Menschen zusammenbringen, statt sie zu spalten."
JJ hatte mit Aussagen zu Israel für Debatte gesorgt
JJ, der mit seinem Song "Wasted Love" in Basel den Eurovision Song Contest gewann und damit den größten Musikbewerb der Welt für 2026 nach Österreich holte, hatte zuvor in einem Interview mit der spanischen Zeitung "El Pais" unter anderem gemeint: "Ich bin sehr enttäuscht, dass Russland ausgeschlossen wurde und Israel nicht." Beide Staaten seien Aggressoren. Er hoffe deshalb auf einen ESC 2026 ohne Israel. Diese Aussagen hatten landesweit für Empörung gesorgt.
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