08. April 2010 19:47
Stets gut gelaunt und witzig, so kennen wir Fran Drescher (52) alias "Die
Nanny" aus der gleichnamigen Kultserie (Die Nanny, Mo. bis Fr., 17.25 Uhr,
ATV). Doch im wahren Leben des Hollywoodstars reihten sich Schicksalsschläge
aneinander, die Drescher mit bewundernswertem Lebensmut und Optimismus
trägt. Dabei hat die attraktive TV-Lady bereits den Horror einer
Vergewaltigung erlebt, zwei Tumore wurden ihr in den 80er-Jahren aus der
Brust entfernt und – als wäre das nicht schon genug – diagnostizierten 2000
die Ärzte bei ihr Gebärmutterhalskrebs.
Doch statt aufzugeben, kämpft Drescher gegen die heimtückische Krankheit und
für Vorsorge. Am Freitag ist sie Stargast des von Tanzschulchefin Yvonne
Rueff organisierten Charity-Balls Dancer against Cancer in der
Hofburg. Schon am Donnerstag stellte sie sich ab 15 Uhr einer
Pressekonferenz. Im Vorab-Interview spricht der US-Star über ihr Engagement
und knallharte Schicksalsschläge.
ÖSTERREICH: Für den „Dancer against Cancer“-Ball haben Sie sofort
zugesagt. Warum sind solche Charity-Events wichtig?
Fran Drescher: Ich möchte mit meinem Besuch das Bewusstsein für alle
Krebs-Formen, die Frauen betreffen, schärfen. Und ich finde, jede
Organisation, die sich für Frauen mit Krebs engagiert, verdient meine volle
Unterstützung.
ÖSTERREICH: Bereits 1983 wurden Ihnen zwei bösartige Tumore aus der Brust
entfernt. Knapp 20 Jahre später die nächste Schockdiagnose:
Gebärmutterhalskrebs. Wie kann man das verkraften?
Drescher: Ich bin natürlich in Tränen ausgebrochen. Plötzlich stand die Welt
still. Zuerst habe ich meine Mutter angerufen. Bei meiner Vergewaltigung
habe ich zuerst meine Schwester angerufen, weil ich diesen Schmerz meinen
Eltern nicht antun wollte. Doch bei meiner Krebsdiagnose war es meine
Mutter, die mich aufgebaut hat. Sie sagte: „Keine Panik. Wir schaffen das!“
ÖSTERREICH: Was raten Sie Frauen, die ebenfalls mit der Diagnose
konfrontiert werden?
Drescher: Krebs ist ein Stück vom Kuchen, aber nicht
der Ganze. Die Krankheit kann auch eine Möglichkeit sein, sein Leben besser
zu machen. Entscheidungen zu treffen, die man sonst nie getroffen hätte.
Wenn man sein Schicksal selbst in die Hand nimmt, beweist man Mut. Denn
manchmal kommen die besten Geschenke leider in der hässlichsten Verpackung.
ÖSTERREICH: Sie engagieren sich für Vorsorge und Früherkennung ...
Drescher: Als Überlebende von Gebärmutterhalskrebs bin ich das beste
Beispiel für die Notwendigkeit der Früherkennung. Meine Botschaft an die
Frauen ist: Hört genau auf euren Körper! Eines habe ich auch gelernt, weil
ich das Leben zu sehr Liebe: Der Krebs darf niemals der Boss ein!