Opernball-Dilemma

Lugner: "Dachte schon ans Aufhören"

35.000 Euro Gage – ein Schnäppchen wäre Bo Derek (54) gewesen. Dienstag kündigte Richard Lugner (78) den Sex-Star der 80er-Jahre als seinen Star-Gast 2011 an. Schon Mittwoch meldete Dereks Managerin: „Bo kommt nicht.“ Für 25.000 Dollar mehr könne man noch reden …

Lugner will nicht mehr zahlen, nimmt lieber den Spott in Kauf. Denn nach Sienna Miller (Liebeskrise – kommt nicht trotz Anzahlung), Meryl Streep (ihr Filmdreh dauert länger), sprang Mörtler schon der dritte Star ab. Was Lugner nun macht – das Interview.

Das Interview: „Clooney war mir einfach zu teuer“

ÖSTERREICH: Herr Lugner, tagelang ging es hin und her. Kommt Ihnen beim Bo-Derek-Wirbel die Galle hoch?
Richard Lugner: Mich regt vor allem auf, dass da jemand in Amerika eine Schmutzkübelkampagne gegen mich fährt. Und zwar so, dass kolportiert wird, dass es eine Schande sei, bei mir in der Loge zu sitzen.

ÖSTERREICH: Es sind Ihnen aber bereits zwei Gäste davor abgesprungen. Haben Sie Ihrer Auffassung nach alles richtig gemacht?
Lugner: Schauen Sie, ich mache diese Sache mit dem Opernball seit 1992. Es war immer sehr nett und nie gab es Beschwerden. Und jetzt werde ich da durch den Dreck gezogen. Und wenn es wirklich so ist, dass jemand da meinen Namen schlecht macht, dann ist das eine Sauerei.

ÖSTERREICH: Also haben Sie keine Fehler gemacht?
Lugner: Aus meiner Sicht haben wir alles richtig gemacht. Das mit dem ersten Gast war ja ein Pech. Denn die hat echte Probleme gehabt und ist deswegen auch auf Tauchstation gegangen. Der zweite Gast will zwar kommen, aber die hat einen Dreh bis 28. Februar. Und der ihr Vertrag sieht vor, dass sie noch zwei Tage danach für Restdrehs zu Verfügung stehen muss. Wenn sie das nicht einhält, müsste sie eine 300.000-Dollar-Pönale zahlen. Das war uns dann zum Schluss zu viel Risiko.

ÖSTERREICH: Das bedeutet aber, dass Gast Nummer eins bereits Geld erhalten hat?
Lugner: Ja. Der erste Gast muss dann auch nächstes Jahr kommen, weil wir das so in einer Klausel festgehalten haben.

ÖSTERREICH: Und George Clooney? Der stand doch auch immer zur Debatte?
Lugner: Wir haben wirklich beim Clooney nachgefragt, nur der war im Endeffekt einfach zu teuer.

ÖSTERREICH: Haben Sie sich heuer zu spät bemüht?
Lugner: So zeitig wie für heuer war ich noch nie dran. Wir hatten den Vertrag im Juni vergangenes Jahr abgeschlossen. Sonst war es bei mir immer üblich, im September zu Verhandlungen zu kommen. Wir hatten auch Abschlüsse erst im Dezember.

ÖSTERREICH: Wollen Sie jetzt aufgeben?
Lugner: Die Woche war eh schwierig. Am Tag der Pressekonferenz ist es mir fürchterlich gegangen, mir war übel. Zu sagen, es ging mir beschissen, wäre noch geprahlt gewesen. Da dachte ich schon ans Aufhören. Allerdings ist gleich danach wieder mein Kampfgeist erwacht (lacht). Aber natürlich, irgendwann werde ich einmal aufhören …

Autor: N. Schenz
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