Baby mit Kinderwagen in Bach gestürzt

Drama in Salzburg

Baby mit Kinderwagen in Bach gestürzt

Ein vier Monate altes Baby ist am Freitagvormittag im Salzburger Pinzgau mitsamt seinem Kinderwagen in einen Bach gestürzt und dabei schwer verletzt worden. Der Vater hatte den Wagen in der gepflasterten Einfahrt seines Hauses abgestellt. Dieser machte sich aber selbstständig und kullerte rund 30 Meter über die Böschung. Der Bub erlitt einen Schädelbruch, befindet sich aber nach Angaben der Salzburger Landeskliniken nicht in Lebensgefahr.

Kinderwagen rollte Abhang hinab
Gegen 10.00 Uhr hatte der Vater den Kinderwagen in der Hauseinfahrt am Filzensattel in Dienten abgestellt und nach eigenen Angaben mit der Bremse gesichert. Er selbst führte dann verschiedene Arbeiten rund um das Haus durch. Erst eine Stunde später bemerkte er, dass der Kinderwagen mit dem Baby verschwunden war. Dieser lag unterhalb der angrenzenden Böschung im Filzenbach, der zurzeit sehr wenig Wasser führt. Das Kind befand sich noch im Gefährt, berichtete Mario Rieder vom Bezirkspolizeikommando Zell am See.

Kind dank Erster Hilfe in "relativ stabilem Zustand"

Gemeinsam mit einem Nachbarn barg der Vater sofort den Buben. Sie leisteten Erste Hilfe und alarmierten das Rote Kreuz. Notarzt Ludwig Lepka, der mit dem Rettungshubschrauber "Martin 1" eintraf, fand das Kind in relativ stabilem Zustand vor. Das Baby sei zwar offenbar im Wasser gelegen, weil die Kleidung nass und der Bub auch leicht unterkühlt war, der Kopf selbst habe sich aber nicht unter Wasser befunden, so der Mediziner. Nach der Erstversorgung wurde das Kind in die Chirurgie West des Salzburger Landeskrankenhauses geflogen.

Bub erlitt Schädelfraktur
Klinik-Sprecherin Mick Weinberger sagte am frühen Nachmittag, dass der Bub beim Unfall eine Schädelfraktur erlitten habe. Er sei nach der Versorgung der schweren Verletzung in die Intensivstation des Kinderspitals verlegt worden, Lebensgefahr bestehe nicht. Über den weiteren Zustand würden die nächsten Tage entscheiden.

Weshalb sich der Kinderwagen in Bewegung setzen konnte, wann dies genau geschah und wie lange der Säugling letztlich im Bach lag, war nach dem Unfall noch nicht bekannt.

 

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