Bäuerin (71) beerdigt - Killer noch frei

Zittern vor Mörder

© EXPA/ Sascha Trimmel

Bäuerin (71) beerdigt - Killer noch frei

Strahlender Sonnenschein Dienstagnachmittag in Kirchdorf am Wechsel. Doch von Winteridylle keine Spur. Hunderte Nachbarn, Verwandte und Freunde verabschiedeten sich von Maria Piribauer. Die Bäuerin war im November mit vier Messerstichen brutal abgeschlachtet worden. Die 71-Jährige, die sich bettelarm gab, aber ein Vermögen hatte, war Opfer eines Raubüberfalls geworden. Sie hatte nach Verkauf eines geerbten Hauses rund 200.000 Euro besessen – die nun verschwunden sind.

Angst
Da zum Tatzeitpunkt der Callgirlripper von Graz, Friedrich O. (48), nur 30 Kilometer entfernt am Anwesen seiner Eltern gefasst wurde, vermutete die Polizei, dass er der Killer sei. Mittlerweile gehen die Ermittler aber nicht mehr davon aus, dass der "Waldmensch“ hinter dem Mord steckt. Der Mörder ist also noch auf freiem Fuß.

100 Personen befragt
Entsprechend groß war bei der Beerdigung auch die Verunsicherung der Trauergäste. Ortsbewohner Engelbert S. (55) zweifelt nach wie vor daran, dass der "Waldmensch“ nichts mit dem Mord zu tun haben soll: "Wir glauben hier immer noch, dass der Friedrich was damit zu tun hat.“ Und Nachbar Leo W. (65) meint: "Wir machen uns große Sorgen.“ Konkrete Ermittlungsergebnisse gibt es noch nicht. Insgesamt wurden mittlerweile 100 Personen einvernommen.

DNA-Test
Die Kripo konzentriert sich derzeit auf das Umfeld der Ermordeten. Auch ihre Brüder wurden befragt. Chefinspektor Leopold Etz erhofft sich von der Auswertung der gesicherten DNA-Spuren im Haus des Opfers neue Erkenntnisse. Das Ergebnis wird erst in den nächsten zwei Wochen erwartet.

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