Bursch starb durch Stromschlag

Fatale Mutprobe

Bursch starb durch Stromschlag

Tragödie in der Neujahrsnacht: Alexander T. wurde am Bahnhof Vöcklabruck durch einen Stromstoß getötet – bei einer halsbrecherischen Mutprobe.

Vor den Augen seines besten Freundes starb in der ersten Nacht des neuen Jahres ein junger Bursch im Hausruckviertel – nur fünf Tage nach seinem 16. Geburtstag. Alexander T. geriet in eine Oberleitung der ÖBB. 15.000 Volt Spannung jagten durch seinen Körper. Der Sportler war sofort tot.

Trauriges Ende einer Silvesternacht
Das Unglück hatte sich gegen drei Uhr morgens im Bahnhof Vöcklabruck ereignet. Der Bursch aus Frankenmarkt war mit seinem gleichaltrigen Freund auf einer Silvester-Lokaltour gewesen. Nun hatten die beiden die Heimfahrt mit der Regionalbahn antreten wollen. Das Problem: Auf den nächsten Zug mussten die Teenager noch mehrere Stunden warten – viel Zeit für zwei junge Burschen, die es zu vertreiben galt. Dabei müssen sie auf jene verhängnisvolle Idee gekommen sein, die Alexander das Leben kostete. Wer den Anstoß zu der waghalsigen Mutprobe gab, ist laut Polizei nicht bekannt.

Fakt ist, dass Alexander T. über die Gleise des Bahnhofs lief, um auf ­einen am Nebengleis stehenden Güterwaggon zu klettern. Der 16-Jährige begann sofort, die riesige Stahlkon­struktion zu erklimmen, schaffte es auch hinauf. Als er sich jedoch auf dem Waggon aufrichtete, geriet er in die Oberleitung der Bahn, ein tödlicher Stromschlag mit 15.000 Volt Spannung traf ihn. In Sekundenbruchteilen sackte der Teenager zusammen, dann wurde er vor den Augen seines Freundes in die Tiefe geschleudert. Alexander Thalhammer schlug am Bahnsteig auf.

Tischtennis-Ass und Fußballer starb vor Freund
Trotz des Schocks war sein Freund noch in der Lage, einen Notruf abzusetzen. Der alarmierte Notarzt konnte ­jedoch nichts mehr für den 16-Jährigen tun, alle Reanimierungsversuche blieben erfolglos. Der beliebte Tischtennisspieler und aktive Fußballer beim örtlichen Verein in Vöcklabruck starb am Bahnsteig des Bahnhofes Vöcklabruck.

Sein Freund brach noch am Bahnhof zusammen und musste von Experten des Kriseninterventionsteams betreut werden.

Staatsanwalt hat jetzt Ermittlungen eingeleitet
Weitere Auskünfte zum näheren Ablauf der Tragödie verweigerten die Behörden gestern – mit Verweis auf die Staatsanwaltschaft. Diese habe nämlich Ermittlungen eingeleitet. In welche Richtung diese gehen, blieb vorerst offen.

Mario Born

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