Einbrecher erbeuten fast 1 Million Euro

Serben-Trio

Einbrecher erbeuten fast 1 Million Euro

Bereits im November des Vorjahres haben Polizisten des Landeskriminalamtes Salzburg drei Dämmerungseinbrecher aus Serbien in der Stadt Salzburg festgenommen. Nach umfangreichen Ermittlungen werden ihnen 57 großteils vollendete und teils versuchte Einbruchsdiebstähle in Einfamilienhäusern in Salzburg und Oberösterreich von Juni bis November 2009 angelastet. Der Wert der Beute - vorwiegend Schmuck, Uhren und Bargeld - beträgt laut Polizei 822.972 Euro, der verursachte Schaden 139.623 Euro.

Bande
Die Ermittler gehen davon aus, dass einige Bandenmitglieder flüchten konnten. Zwei weitere Tatverdächtige wurden zwar ausgeforscht, eine konkrete Tatbeteiligung konnte jedoch nicht nachgewiesen werden, hieß es in einem Bericht der Sicherheitsdirektion von heute, Montag.

Die von der Bande ausgewählten Häuser befanden sich in Stadt Salzburg, im nördlichen Flachgau, im Tennengau, Pongau, Innviertel und im Salzkammergut. Die Polizei nahm das Trio im Alter von 29, 30 und 35 Jahren nach einem Einbruch in Pfaffstätt bei Mattighofen (Bezirk Braunau) am 13. November fest. Die Verdächtigen wurden damals bereits von der Polizei observiert. "Wir haben vermutet, dass sie für mehrere Dämmerungseinbrüche infrage kommen. Das hat sich bewahrheitet. Seither ist die Zahl der Einbruchsdiebstähle dort zurückgegangen", erklärte Gerhard Waltl vom Landeskriminalamt im APA-Gespräch.

Tresore
In vielen Fällen hatten die Einbrecher Tresore erbeutet, diese in Waldgebieten in den Flachgau und die Stadt Salzburg verschleppt und dort geöffnet. "Sie brachten die Tresore unmittelbar nach der Tat fast immer wieder auf die selben Plätze, brachen sie auf und nahmen den Schmuck und das Bargeld heraus. Anschließend versenkten oder entsorgten sie die Tresore", so Waltl.

Hausdurchsuchung
Bei einer Hausdurchsuchung in der Wohnung des 35-Jährigen stellte die Exekutive einen Großteil der Beute sicher. Gefunden wurde auch eine Pistole der Marke "Star", deren Herkunft unklar ist. Die Schmuckstücke und Uhren wurden katalogisiert und, so weit möglich, den Besitzern übermittelt. Doch nicht alle Wertgegenstände konnten zugeordnet werden. "Es fehlte ein Tatort", sagte Waltl. "Sie wurden entweder von den Geschädigten nicht erkannt oder stammen von weiteren Einbrüchen." Ein Teil sei unter der Hand verhökert oder ins Ausland gebracht worden, vermutete der Kriminalbeamte.

Die Drei sitzen nun in der Justizanstalt Salzburg in U-Haft und warten auf ihren Prozess. Sie sind teilweise geständig. Den mutmaßlichen Tätern wurden drei DNA-Treffer zugeordnet. Aufgrund einer DNA-Spur wird einem der mutmaßlichen Täter ein Wohnungseinbruch in Wien vom 14. Juli 2008 angelastet. Die Verdächtigen sind im Schengener Raum bereits wegen Eigentumsdelikte vorgemerkt. Bei ihnen wurden zudem gefälschte bulgarische Reisedokumente sichergestellt.

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