Feuer im Zoo: Schildkröten beatmet

Reptilien gerettet

 

Feuer im Zoo: Schildkröten beatmet

Kurz nach halb acht Uhr früh war das Feuer in einem 30 Quadratmeter großen Holzhaus im Zoo am Linzer Pöstlingberg ausgebrochen. Lichterloh stand das Häuschen in Flammen, darin gefangen: zwei Riesenschildkröten und ein Pärchen Kronenkraniche.

Erstickt
Während für die ostafrikanischen Vögel jede Hilfe zu spät kam, konnten die 60 Kilo schweren Spornschildkröten von Helfern im letzten Moment ins Freie geschleppt werden. "Draußen ist uns dann aufgefallen, dass die Tiere die Augen so komisch verdreht und gleichzeitig erbärmlich nach Luft geschnappt haben“, schildert Feuerwehr-Einsatzleiter Klaus Thallinger.

Lebensgeister
In Absprache mit den Pflegern blieb den Rettern nur eine Möglichkeit: Sie holten das Beatmungsgerät, mit dem normalerweise Brand- und Rauchopfer erstversorgt werden, und banden es den Schildkröten vor den Mund. Danach wurden die Tiere gekühlt und bekamen Infusionen. Zuerst ließen die Kolosse aus der Urzeit die Behandlung regungslos über sich ergehen, dann hauchte ihnen der Sauerstoff neue Lebensgeister ein und sie begannen hurtig, nach Helfern und Plastikmasken zu schnappen.

Ausweichquartier
"Sie wehrten sich gegen die Behandlungen – das ist ein positives Zeichen“, freut sich Tierärztin Isabella Eberle, die ihre beiden Reptilien liebevoll "die großen Dicken“ nennt. Für eine sichere Prognose sei es aber noch etwas zu früh. Vorerst werden die beiden gepanzerten Männchen in einem Ausweichquartier untergebracht.

Brandursache dürfte laut Feuerwehr eine defekte Wärmelampe im Holzhaus gewesen sein.

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