12. Juli 2010 19:34
Die Rauchsäule war bis weit nach Niederösterreich zu sehen. Knapp vor 19 Uhr
brach das Inferno in der Tivoligasse 50 mit einem ohrenbetäubenden Knall
aus. Augenzeuge Lukas D.: „Zuerst hörte ich die Menschen auf der Straße
schreien, dann sah ich schon erste Flammen aus dem Dachfenster des Gebäudes
schlagen.“
Heftig
Sekunden später dann eine heftige Explosion. „Im nächsten
Moment brannte schon fast das gesamte Dach. Zum Glück waren scheinbar keine
Menschen im Gebäude oder konnten rechtzeitig fliehen“, so Lukas D. Der Zeuge
war über die Effektivität der Wiener Feuerwehr verblüfft: „Die waren sofort
da, unglaublich, wie schnell das ging.“
Furcht
Tatsächlich wussten die Männer der Berufsfeuerwehr nicht,
was sie erwartete. In ersten Meldungen war von einem vierstöckigen Wohnhaus
die Rede, das in Vollbrand stehen würde. Die Retter befürchteten das
Schlimmste. Die Zentrale gab Alarmstufe zwei aus und der Katastrophenzug
wurde in Richtung Tivoligasse in Marsch gesetzt.
Gasflaschen
Vor Ort gab es dann zumindest teilweise Entwarnung.
Othmar Beischroth von der Berufsfeuerwehr: „Zum Glück bestätigten sich die
Meldungen über einen Vollbrand des ganzen Hauses nicht, trotzdem war die
Situation nur mit ganzem Einsatz in den Griff zu kriegen.“ Mit fünf Rohren
und drei Wasserwerfern sowie großen Drehleitern bekämpften die Männer die
Flammen. Nach einer Stunde war das Inferno unter Kontrolle. Drei
Feuerwehrmänner mussten wegen der Hitze nach Kreislaufproblemen behandelt
werden. Beischroth: „Die Ursache für den Brand muss erst ermittelt werden,
das kann Tage dauern. Wir sichern das Objekt und suchen nach Glutnestern.“
Angeblich sollen Flämmarbeiten auf dem neuen Dach das Feuer ausgelöst haben.
Erst vor wenigen Tagen, am 7. Juli, war es in Favoriten auf einer Baustelle
am Dach eines Hauses zu einer spektakulären Explosion gekommen. Damals waren
Gasflaschen explodiert – die zum Flämmen dienten.
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