Mord-Drohung gegen Callgirl Mord-Drohung gegen Callgirl

Nach Feuerattacke

 

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Mord-Drohung gegen Callgirl

Nach einem der grausamsten Anschläge in Wiens Kriminalgeschichte spielt die Rumänen-Mafia mit der Polizei offenbar Katz und Maus. Wie berichtet, soll der Zuhälter „Cretu“ (Lockenkopf) Adrian N. am vergangenen Wochenende die 35-jährige Prostituierte Florentina M. vor einer Disco mit Benzin überschüttet und angezündet haben (Es gilt die Unschuldsvermutung).

Die Rumänin weigerte sich, ihrem Landsmann für ihren Standplatz am Straßenstrich in Penzing Schutzgeld zu zahlen. Als „Strafaktion“ setzte sie angeblich „Cretu“ in Brand.

Während Florentina M. mit entstelltem Gesicht und Oberkörper ins AKH eingeliefert wurde, entkam der mutmaßliche Schwerverbrecher in einem BMW. Mittlerweile wird nach ihm in ganz Europa gefahndet – bisher ergebnislos. Dafür erreichte die Schwester des Brandopfers ein Anruf: „Lebt Flori noch?“ – „Ja. Aber wer spricht?“ – „Sie wird nicht mehr lange leben. Und wenn du den Mund nicht hältst, gilt das auch für dich.“

Die Schwester, ebenfalls am Strich in der Linzer Straße tätig, hat sofort Anzeige erstattet. Beschützt fühlt sie sich deshalb nicht. Was nicht wundert. Denn wurden Frauen von Adrian N. und seiner Rumänen-Gang bedroht, versagte die Polizei schon mehrmals als Freund und Helfer.

Zweimal Feuer, weil das Opfer nicht gleich brannte
Laut ÖSTERREICH-Infos aus dem Milieu führte sich „Cretu“ über Monate hinweg auf, als gelten für ihn keine Gesetz. Einmal befahl er alle Sex-Girls (ohne Zuhälter) der Linzer Straße zu einem Treff, um ihnen Schutzgeld (von jeder 100 Euro pro Woche) abzupressen.

Eine Anzeige versandete. Dann schlug er in Favo­riten ein Peepshow-Mädchen aus Rumänien blutig. Wieder kam er nicht in Haft. Was auch deshalb wundert, weil der Gangster gern damit prahlte, dass er in seiner Heimat schon eine 19-jährige Frau erschlagen und in Deutschland eine Bank ausgeraubt hat.

Mit der Attacke auf Florentina M. bewies der Täter sein entsetzliches Potenzial. Zeugen zufolge hielt er der schreienden Frau das Feuerzeug zweimal an, weil sie nicht gleich brannte. Opfer „Flori“ wurde Freitag im AKH aus dem künstlichen Tiefschlaf geholt. „Es gibt nur eine gute Nachricht“, sagt ihre Schwester: „Sie ist nicht blind.“

Polizei lässt Opfer im Stich

Spitzenpolizist Ernst Geiger leitet im Innenministerium die Einsatztruppe gegen „organisierte Kriminalität“ (kurz: OK). Doch nach spektakulären Erfolgen gegen georgische Einbrecherbanden und die Wiener Gürtel-Mafia gerät der erfahrene Ermittler erstmals ins Schussfeld der Kritik.

Der Grund: das furchtbare Treiben einer organisierten Rumänenbande in Wien, das im Feueranschlag auf die Prostituierte Florentina M. jetzt ihren Höhepunkt fand.

Mafiosi bekannt. Denn die kriminelle Energie der Zuwanderer war schon vor der Attacke bekannt. Im Kriminalkommissariat West liegt auch seit Langem schon ein Organigramm der Ost-Mafiosi (Köpfe und Struktur) auf. Wahnsinnstäter „Cretu“ wird dort der zweiten Ebene zugeordnet.

Nach dessen Flucht kassieren jetzt andere Bandenmitglieder die völlig verschreckten Prostituierten am Straßenstrich ab. Tenor: „Bevor wir auch brennen, zahlen wir lieber.“ Macht das Beispiel Schule, werden wohl bald auch Geschäftsleute zur Kassa gebeten. Denn Dirnen riet die Polizei bisher nur: „Schreibt’s halt die Kennzeichen auf.“

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