Pfefferspray-Einsatz: Polizei unter Beschuss

Bei Demonstration

Pfefferspray-Einsatz: Polizei unter Beschuss

13 Verletzte forderte das Aufeinanderprallen der rechten Identitären mit linken Gegendemonstranten am Samstag. Darunter sind auch vier Polizisten.

Besonders brisant war die Lage am Neubaugürtel. Thomas Keiblinger von der Polizei: „Es kam zu massiver Gewalt.“ Die Beamten wurden selbst von Teilnehmern der Gegendemo „mehrfach tätlich attackiert“. Auf Twitter postete die Polizei: „Wir werden angegriffen, daher wird Pfefferspray individuell eingesetzt.“ Wenig später wurde auch ein massiver Stein präsentiert: „Mit diesem Stein wurde unser Kollege angegriffen.“

Vorwürfe

Beobachter wollen keine Eskalation bemerkt haben. Etwa der Wiener Grüne Niki Kunrath, Fachreferent für Sicherheit: „Die maßlose Überforderung der Polizei produzierte unnötig Verletzte.“ Seine Parteikollegin, Sozialsprecherin Birgit Hebein, mit Adresse an Polizeipräsident Gerhard Pürstl: „Es sind viele Fragen offen.“ Auch die Neos übten Kritik.

Reaktionen

„Wenn es eine Übertretung gab, werden wir uns das anschauen“, so Polizei. Wiens ÖVP-Chef Gernot Blümel: „Ich lehne reflexartige Polizeibeschimpfungen ab.“ Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP): „Die Polizei hat die Ausschreitungen schnell unter Kontrolle gebracht.“

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