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Piber: Tierquälerei bei Lipizzanern?

Verletzte Jungpferde

 

Piber: Tierquälerei bei Lipizzanern?

Wirbel um Verletzungen bei jungen Lipizzaner-Hengsten im Gestüt Piber: Eine Gruppe von sechs Tieren kam am 23. August nach einem Monat Wienaufenthalt zurück in die steirische Heimat. Die Hengste wurden – trotz Warnungen – wieder zur Herde gelassen. Dort kam es prompt zu heftigen Machtkämpfen zwischen den Jungtieren. Resultat: drei verletzte Pferde. Bei zweien wurden schwere Fleischwunden am Ellbogen bzw. Hals festgestellt.

Junglipizzaner nach Hufbeinbruch operiert
Der Hengst "Maestoso Wanda“ – er sollte nächstes Jahr fix nach Wien kommen – wurde gar mit einem Hufbeinbruch in die Tierklinik eingeliefert und vergangenen Montag operiert. "Ob er je wieder einsatzfähig ist, wird sich erst nach Monaten herausstellen“, so der Tierarzt der Spanischen Hofreitschule, Georg Hladik, im Gespräch mit ÖSTERREICH.

Gürtler: "Verletzungen können immer passieren“
Jetzt erstattet der Freundeskreis der Spanischen Hofreitschule Anzeige wegen Tierquälerei. Der Vorwurf: Die Junghengste hätten nach einem Monat Abwesenheit nicht wieder in die Herde integriert werden dürfen. "Da kommt es naturgemäß zu neuen Kämpfen um die Führung in der Gruppe. Dass die Tiere nicht separiert wurden, ist Wahnsinn“, so ein Mitglied des Freundeskreises.

Der Leiter von Piber, Max Dobretsberger, rechtfertigt das Zusammenführen der Junghengste mit der Herde: "Wir wollten den Tieren Zeit auf der Alm gönnen.“ Dass es einen Zusammenhang mit den Verletzungen gab, will er nicht bestätigen. Trotzdem gesteht er ein: "Im Rückblick haben wir wahrscheinlich einen Fehler gemacht.“

Die Chefin der Hofreitschule, Elisabeth Gürtler, sagt zu den Vorwürfen: "Dass die Hengste raufen, ist ganz natürlich. Und ein Hufbeinbruch kann auf der Koppel immer passieren. Ich sehe da keinen Zusammenhang. Letztes Jahr ist nichts passiert.“

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