12. Dezember 2011 21:46

Kunde VS. Casino 

Prozess um 43 Mio-Jackpot im Jänner

Klage: Schweizer gewann den 43-Mio.-Jackpot und bekam keinen Cent.

Prozess um 43 Mio-Jackpot im Jänner
© PRF

Erst gewonnen, dann zerronnen: Am 26. März 2011 hatte der Schweizer Behar Merlaku im Casino Bregenz die Automaten mit Münzen gefüttert. Plötzlich schlug ein Gerät an, unter Klingeln, Lichtblitzen und Getöse zeigte die Austria-Jackpot-Leuchttafel 42,9 Millionen Euro Gewinn an.

Für wenige Momente fühlte sich der Bodenleger als Multimillionär: „Doch die Casinos weigern sich bis heute, die 43 Millionen zu zahlen“, sagt er zu ÖSTERREICH. Obwohl er den Super-Jackpot mit seinem Handy filmte, wiegelte der Direktor ab: „Technischer Defekt, Computerfehler. Leider kein Gewinn“. Außerdem würden Maschinen dieser Bauart nur Gewinne bis 4.000.- Euro ausschütten. Erst habe er das gar nicht glauben können, schildert der Schweizer, doch die Casinos blieben eisenhart.

Fünf-Mio.-Klage – mehr kann er sich nicht leisten
Der gebürtige Kosovo-Albaner schaltete die Tiroler Anwälte Thomas Kerle und Stefan Aigner ein. Zuerst wurde auf „Verhandlungsbasis“ versucht die Casinos zu einem Umdenken zu bewegen. Ging nicht.

Jetzt hat der Schweizer auf fünf Millionen statt der 43 Millionen geklagt.

Nachvollziehbarer Grund für die vergleichsweise bescheidene Summe: Eine Klage über 43 Millionen würde alleine an Gebühren 500.000 Euro verschlingen. Jetzt belaufen sich die Kosten auf auch noch 60.000 Euro.

Eingereicht wurde die Klage in Feldkirch in Vorarlberg: „Ich mache das auch für meinen einjährigen Sohn Erion“, sagt Merlaku. Außerdem sei er durch den „vermeintlichen Gewinn und den raschen Verlust so geschockt“, klagt er, dass er nun psychische Probleme habe.

Hilfe bekommt der Schweizer auch von David Green, australischer Glückspielexperte. Er sagt: „In Südafrika gab es bei einer Maschine gleicher Bauart das gleiche Problem.“ Die Casinos hätten das wissen müssen. Und was sagen die Casinos? Nichts: „Wir kommentieren laufende Verfahren nicht“, lässt ein Sprecher ausrichten.


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10 Postings
Storch meint am 14.12.2011 01:03:46 ANTWORTEN >
Die Casino Austria AG?

Das sind doch die, die den Burschenschaftlern den Hofburgball wegnehmen wollen.

Die wollen doch immer nur gewinnen und das ohne Risiko.

Wenn der sch... Automat 43 Millionen anzeigt dann sind die auch faellig
wenn nicht eine deutliche Warnung angebracht ist, dass nur Gewinne bis
4000 moeglich sind.
Eratech meint am 13.12.2011 14:17:24 ANTWORTEN >
Wie wäre es wenn die Medien hier etwas mehr Druck auf das Casino ausüben?
Fehler in der Programmierung hin oder her, das Casino ist verpflichtet seine Geräte zu überprüfen! Vorallem wenn schon bekannt ist das es mit diesem Modell Probleme gibt.

Bis dieser Fall erledigt ist, werde ich auf jedenfall die Casinos Austria wie auch win2day und alles was dazu gehört meiden. Und erledigt heisst in diesem Fall das der Mann seinen rechtmäßigen Gewinn komplett ausbezahlt bekommt.
Traurig ist auch das man in einem Rechtsstaat genug Geld haben muss um sein Recht einzuklagen. Einfach Traurig was sich die Gesetzgeber hierbei gedacht haben.

Die Österreich-Zeitung und alle anderen Medien würde ich bitten richtig druck auf die Casinos auszuüben und diesen Mann zu helfen. Startet Umfragen in der Bevölkerung oder im Internet ruft zum Boykott auf oder sonst was.
Zusammen können wir diesem Geldgeilen überbezahlten Pack die Leviten lesen.
Jeffy meint am 13.12.2011 07:34:24 ANTWORTEN >
Auch wenn es ein Software Fehler war, die Geräte werden täglich geprüft bzw. solten geprüft werden, wurde dieses Gerät nicht geprüft und in Betrieb genommen ist das der fehler des Casinos und somit müsste der Gewinn ausgezahlt werden. Wenn in einem Geschäft ein Produkt falsch ausgeschildert wird ist dies genauso der fehler des Geschäftes und muss zum ausgeschilderten Preis verkauft werden.

Aber mal abwarten was der/die Richter sprechen...
oe24lesender meint am 12.12.2011 18:04:03 ANTWORTEN >
Die Casinobetreiber verhalten sich wie Hinterzimmermafiosis, die ihre Gewinner verprügeln, bis sie das Geld zurück geben. Ein Skandal. Schämt euch.
galileo2 meint am 12.12.2011 17:55:44 ANTWORTEN >
noch schlimmer ist das bei den Automaten von der NOVOMATIC, denn die zocken in wien die leute so richtig ab. 2015 ist es in wien vorbei mit den Automaten abzocke von der Novomatic .

lasse meint am 12.12.2011 17:24:08 ANTWORTEN >
eine frechheit ist das!! was da gelogen und betrogen wird das ist unglaublich!! gewinnt mal einer wirds nicht ausgezahlt...hab aber noch nie gsehn,dass wenn jemand geld reinsteckt,dann die casinos kommen und das geld zurückgeben weils ein "softwarefehler" war...reinstecken is immer erlaubt...frechheit!!
Beamter meint am 12.12.2011 16:44:03 ANTWORTEN >
Liebe Casinos Austria, wie schaut es mit der Produkthaftung aus, wenn ein Gerät fehlerhaft ist.
goaround1 meint am 12.12.2011 15:22:37 ANTWORTEN >
Ich wünsche dem Eidgenossen, daß er seinen Gewinn samt Zinsen erstattet bekommt.
Ist doch ein Riesenskandal. Ein Gewinn wird plötzlich als Software-Fehler abgetan.
Rotlicht meint am 20.12.2011 18:17:45
Das ist ganz sicher kein Eidgenosse,höchstens ein eingebürgter Balkanese
enro meint am 12.12.2011 15:21:23 ANTWORTEN >
Zahlt dem Mann endlich seinen rechtmäßigen Gewinn aus. Typisch Casino Austria - Geld darfst reinstecken aber falls mal einer gewinnt wird nicht ausbezahlt. Das sind die ärgsten Betrüger. Alle Automaten sind getürkt was einen Gewinn fast unmöglich macht. Bleibt den Casinos bloß fern!
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