Pumpgun bei Pater gefunden

Hausdurchsuchung

© Bundesheer

Pumpgun bei Pater gefunden

Ein Pater des oberösterreichischen Stiftes Kremsmünster, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs ermittelt, hat in seinem Kasten eine nicht registrierte Pumpgun verwahrt. Das ergab eine Hausdurchsuchung bei dem 77-Jährigen. Ermittlungen laufen

Im Zuge der bekanntgewordenen Missbrauchswelle waren im Frühling auch Vorwürfe gegen insgesamt fünf Patres des Stiftes aufgetaucht. Sie wurden von Abt Ambros Ebhart suspendiert. Gegen drei Geistliche nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf. Zwei Verfahren wurden mittlerweile wegen Verjährung eingestellt. Gegen den dritten Beschuldigten - jenen 77-Jährigen, in dessen Kasten die Pumpgun gefunden wurde - wird nach wie vor ermittelt.

Der Pater soll Schüler des Stiftsinternats sexuell missbraucht und auch misshandelt haben. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe entschuldigte er sich in einer schriftlichen Stellungnahme. Ob er sich in einem Prozess verantworten muss, ist noch unklar. Laut Staatsanwaltschaft ist die Frage der Verjährung zu klären. Die Frist hänge von der Höhe der Strafandrohung und diese wiederum von der Schwere der Übergriffe ab, erklärte Pechatschek der APA.

Die Pumpgun war bereits zu Beginn der Ermittlungen sichergestellt worden. Seit Mitte der 1990er Jahre brauche man dafür einen Waffenpass, so Pechatschek. Wieso der Pater sie nicht registrieren ließ, ist unklar. Es könnte ihm aber als Vergehen nach Paragraf 50 des Waffengesetzes angelastet werden.

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