Stadt geht gegen Poller-Betrüger vor

Salzburg

Stadt geht gegen Poller-Betrüger vor

Waren zuerst die zahlreichen Unfälle das Hauptproblem mit den seit zwei Monaten aktiven Pollern, hat sich jetzt in der Stadt ein reger Handel mit den 2.500 ausgegebenen Fernsteuerungen für die Zufahrt etabliert.

Eingesperrt
"Das ist ein großes Problem, vor allem nach elf, wenn die Lieferzeiten enden", sagt Morgner, denn: Viele Autofahrer, auch Touristen, haben sich eingesperrt und versuchen wieder herauszukommen – versuchen aber freilich die 100 Euro vorgeschriebene Strafe tunlichst zu vermeiden.

Trinkgeld
Aus der Bredouille helfen dann oft gerne Einheimische oder Taxifahrer, die gegen ein nettes Trinkgeld den "Eingeschlossenen" den Poller absenken. "Es gibt rund 20 Fälle, wo das geschehen ist. Die Dunkelziffer dürfte aber noch viel höher sein", schätzt der Poller-Beauftragte.

Kopien
Weiteres Problem: Einige fahren mit geliehenen Fernbedienungen durch die Stadt oder kopieren die Ausnahmegenehmigungen. Namentlich bekannte Geschäftsleute würden schon einen richtigen "Sport" daraus machen.

Sport
Gegen diesen "Sport" will die Stadt zusammen mit der Polizei nun hart durchgreifen. "Das erste Mal kostet es 100 Euro, dann steigt das aber schnell bis auf 350 Euro", rechnet Morgner vor.
An den neuralgischen Einfahrtsstellen wie am Michaelitor und in der Kaigasse sollen demnächst Kameras aufgestellt werden, um Poller-Betrüger zu überführen.
Zusätzlich wird überlegt, die Fernsteuerungen so umzuprogrammieren, dass ein Poller nicht zweimal hintereinander abgesenkt werden kann.

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