Todeskampf nach Schiffbruch im Atlantik Todeskampf nach Schiffbruch im Atlantik

"Victoria" war leck

© www.swanvictoria.com

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Todeskampf nach Schiffbruch im Atlantik

Laut AP-Meldung war das Segelschiff „Victoria“ von St. Thomas auf den Virgin Islands gestartet. Das Boot, eine prächtige 14 Meter lange Swan 48, gehört dem Österreicher Klaus Weinmüller. Der in Graz geborene Skipper war früher Maschinenbau-Ingenieur für BMW und Daimler-Chrysler, ehe er das Kapitänspatent erwarb und die Karibik zu seinem neuen Lebensmittelpunkt machte.

Aussteiger-Pärchen
Seine Partnerin, die ebenfalls aus der internationalen Autoindustrie kommt und wie Weinmüller ausgestiegen ist, ist die Mexikanerin Martha Cabada (34). Man kann die beiden als Team chartern, sie nahmen auch schon z.B. an der Rolex-Regatta teil und bekamen einen Preis für die „am besten gewartete Sparkman & Stephens Swan 48“.

Nach Crash leck
Die „Victoria“ war Richtung Panama unterwegs, als die Jacht rund 160 Kilometer vor Puerto Rico ein „submerged object“ rammte. Dabei kann es sich um ein Riff gehandelt haben – oder vielleicht war es auch ein verlorener Container, der unter Wasser trieb. Der Zusammenprall Samstagmittag Ortszeit hatte jedenfalls schlimme Folgen. Das Boot schlug leck, Wasser strömte in den Rumpf, das Schiff ging langsam, aber sicher unter.

In ihrer Seenot alarmierte die Besatzung per Handy die Küstenwache, die dazu riet, die Schwimmwesten anzuziehen und – trotz des nur 14 Grad kalten Wassers – Geduld zu beweisen.

Rettung aus dem Hai-Wasser
Sechs Stunden lang trieben der Österreicher und seine mexikanische Freundin im Hai-verseuchten Wasser, ehe sie endlich entdeckt wurden. Laut Coast-Guard-Sprecher Ricardo Castrado wurden die Schiffbrüchigen um sieben Uhr abends von der Besatzung eines Jayhawk-Rettungshubschraubers geborgen.

Das unterkühlte Paar wurde ins nächste Krankenhaus auf Puerto Rico geflogen, wo es sich von dem Todeskampf auf hoher See erholen konnte. Eine Sprecherin des Spitals: „Die beiden waren unheimlich lang im kalten Wasser gelegen und schwebten deshalb in absoluter Lebensgefahr. Ohne die Schwimmwesten hätten sie es sicher nicht überlebt.“

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