Wien ist Kriminalitäts-Hochburg

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Wien ist Kriminalitäts-Hochburg

Gegenüber 136.847 Straftaten im Jahr 2008 wurden heuer bereits 143.253 Delikte gemeldet, teilte das Bundeskriminalamt (BK) am Dienstagnachmittag mit. Eine massive Zunahme von rund 8,1 Prozent oder 4.150 Anzeigen gab es in der Bundeshauptstadt. Wien verbuchte mit 55.198 Taten rund ein Drittel aller Delikte.

Massive Zunahme in Wien
Knapp ein Viertel der Anzeigen in Wien betraf Einbrüche (14.435), gegenüber 2008 gab es diesbezüglich ein Plus von 1.097 Delikten. Ähnlich sieht es beim Diebstahl mit 15.968 gemeldeten Straftaten und einer Zunahme um 691 Anzeigen aus. Auch Geldfälschungsdelikte sorgten für einen Anstieg der Straftaten, so das BK. Nach wie vor würden 100 Euro-Scheine einer Blütenserie in Supermärkten, Tankstellen und Geschäften in Umlauf gebracht.

Kärnten hinter Wien
Eine ähnlich starke Zunahme (plus 8,2 Prozent) wie in Wien gab es im ersten Quartal auch in Kärnten, dort wurden 6.868 Delikte gemeldet. Auch die Sicherheitssituation sieht laut dem BK dort ähnlich aus. Für große Probleme würden Einbrüche (plus 1.227 Anzeigen) und Geldfälschungen (plus 758 Anzeigen) sorgen. Die Zunahme in realen Zahlen war in diesen Deliktgruppen insgesamt größer als im Ballungszentrum Wien.

NÖ im Negativ-Ranking
Den prozentuell größten Anstieg (plus 9,6 Prozent) verzeichneten die Behörden in Niederösterreich. Das Bundesland belegt insgesamt Platz Zwei im Negativ-Ranking mit den meisten Delikte. Insgesamt gab es dort bis Ende März 20.178 Strafanzeigen. Zurückzuführen sei der Anstieg vor allem auf einen großen Betrugsfall, der alleine 1.000 Einzeldelikte umfasse, hieß es in der Aussendung.

Betrugsfall Reisebüro
Es handelt sich dabei um den Konkursfall eines Reisebüros, in dem gegen drei Verantwortliche ermittelt wird. Die Schadenssumme wurde zuletzt auf eine halbe Millione Euro beziffert. Laut BK ermittelt die Mödlinger Polizei seit 2008 gegen mehrere Firmen wegen Veruntreuung sowie schweren Betrugs im Jachtcharter-Bereich sowie in der Baubranche. Zuletzt zeigte die Statistik in Niederösterreich einen Abnahme-Trend: Im März gab es verglichen mit Jänner bis Februar einen 7,1 prozentigen Anzeigen-Rückgang.

2,5% mehr in OÖ
Die drittgrößte Gesamtzahl an Anzeigen gab es in Oberösterreich (17.823), dort wurde ein Anstieg von rund 2,5 Prozent verzeichnet, auch in Vorarlberg gab es um 3,8 Prozent mehr gemeldete Straftaten als im Vergleichszeitraum 2008. In den restlichen Bundesländern zeigte die Statistik weniger Delikte als im vergangenen Jahr. Das erfreulichste Ergebnis gab es im Burgenland (minus 6,2 Prozent) und in Salzburg (minus 5,0 Prozent).

Angezeigte Fälle

Jänner - März 2008

Jänner - März 2009

Veränderung absolut

Veränderung in %

Niederösterreich

18.405

20.178

1.773

9,63%

Kärnten

6.346

6.868

522

8,23%

Wien

51.048

55.198

4.150

8,13%

Vorarlberg

5.011

5.202

191

3,81%

Oberösterreich

17.381

17.823

442

2,54%

Tirol

13.794

13.792

-2

-0,01%

Steiermark

13.267

13.198

-69

-0,52%

Salzburg

9.695

9.211

-484

-4,99%

Burgenland

1.900

1.783

-117

-6,16%

ÖSTERREICH

136.847

143.253

6.406

4,68%

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