Ahmadinejad: bei Attentätern beliebt

Im Visier des Todes

Ahmadinejad: bei Attentätern beliebt

Noch ist unklar, ob die Explosion, die sich am Mittwoch beim Fahrzeugkonvoi des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad in der westiranischen Stadt Hamedan ereignete, auf eine Bombe oder einen Feuerwerkskörper zurückzuführen war. Sollte Ahmadinejad allerdings tatsächlich Ziel eines Anschlags gewesen sein, dürfte es nicht der erste gewesen sein. "Spiegel Online" listete eine Reihe von Attentaten auf den umstrittenen iranischen Präsidenten oder auf seine Vertrauten auf:

  • Dezember 2005: Raketenangriff oder Raubüberfall?
    Die Autokolonne des Präsidenten wurde am 14. Dezember 2005 im Südosten des Iran angegriffen. Doch was genau geschah, ist bis heute unklar. Der iranisch-amerikanische Sender AFN berichtete von einem gezielten Raketenangriff auf den Wagen des Präsidenten, Ahmadinejad sei allerdings unverletzt geblieben . Die iranische Zeitung "Jomhuri Islami" meldete hingegen, "Banditen" hätten die Autos überfallen, Ahmadinejads Leibwächter, sein Fahrer und zwei der Angreifer seien getötet worden. Die Regierung in Teheran bestritt später, dass es sich um einen Attentatsversuch gehandelt habe. Ahmadinejad sei zudem nicht vor Ort gewesen.
  • Jänner 2006: Ahmadinejad entkommt Anschlägen in Ahvaz
    Zwei Bomben explodierten am 24. Jänner 2006 in der südiranischen Stadt Ahvaz. Präsident Ahmadinejad hatte die Stadt an diesem Tag besuchen sollen, seine Reise hatte er jedoch kurzfristig abgesagt - offiziell wegen Sandstürmen. Ein Korrespondent des libanesischen Senders Al-Manar berichtete jedoch, der Präsident habe den Besuch nach einem Sicherheitshinweis abgesagt. 46 Menschen wurden bei den Detonationen verletzt.
  • Februar 2007: Angriffe auf Irans Elitetruppen
    In den folgenden Jahren gab es zahlreiche Anschläge auf die Revolutionswächter in Iran - weitere Angriffe auf Ahmadinejad wurden nicht bekannt. Bei einem Anschlag am 14. Februar 2007 wurden elf Menschen getötet und 31 weitere verletzt. Die Autobombe zerstörte einen Bus der Revolutionswächter in der Stadt Zahedan nahe der Grenze zu Pakistan. Zu der Tat bekannte sich die sunnitische Terrorgruppe "Jundallah" (Armee Gottes).
  • September 2009: Verbündeter von Ahmadinejad ermordet
    Ein enger Vertrauter von Präsident Ahmadinejad wurde in seinem Haus in der Provinz Kurdistan überfallen und mit mehreren Schüssen getötet. Borhan Aali war Gouverneur der Region.
  • Oktober 2009: Iranische Generäle getötet
    Die Revolutionswächter wurden am 18. Oktober 2009 erneut Ziel eines Anschlag in der unruhigen Provinz Sistan-Baluchistan. Mehr als 40 Menschen wurden bei einem Selbstmordattentat getötet - darunter auch fünf ranghohe Kommandanten der Revolutionswächter, darunter General Nur-Ali Shushtari. Teheran beschuldigte die USA, Großbritannien und Pakistan, die Attentäter unterstützt zu haben.
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