Ex-Mitarbeiter prellt Sportverband im Burgenland

550.000 Euro-Schaden

© ASVÖ

Ex-Mitarbeiter prellt Sportverband im Burgenland

Mehr als 550.000 Euro Schaden soll ein ehemaliger Mitarbeiter beim ASVÖ Burgenland (Allgemeiner Sportverband Österreich) verursacht haben. Dem früheren Sekretär werde vorgeworfen, vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2007 Geld mit Hilfe fingierter und manipulierter Rechnungen auf private Konten abgezweigt zu haben, hieß es in den "Salzburger Nachrichten".

Externer Buchhalter
Der Betrugsfall wurde bereits im Herbst 2007 aufgedeckt, damals gingen die Behörden jedoch von Beträgen knapp über 10.000 Euro aus. Erste Verdachtsmomente hätten sich nach mehreren Umstellungen in der Finanzgebarung und damit einhergehender erhöhter Transparenz ergeben, sagte der Präsident des ASVÖ Burgenland, Robert Zsifkovits. Ein externer Buchhalter wurde beauftragt und stellte weitere Ungereimtheiten fest. Daraufhin schaltete der ASVÖ Staatsanwaltschaft und Wirtschaftspolizei ein.

"Alles gegengezeichnet"
Der Verdächtige rechtfertigt sich laut Bericht damit, dass "alles gegengezeichnet" und der Vorstand "in die Vorgänge eingeweiht" gewesen sei. Außerdem habe er "für sich privat nichts abgezweigt, alle Gelder seien auf Verbandskonten gegangen und als Subventionen an die Vereine weitergeleitet worden." Zsifkovits, seit 2004 im Amt, geht nicht davon aus, dass noch weitere Personen in den Betrugsfall involviert sind: "Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft konzentrieren sich ausschließlich auf eine Person."

Ob mit den nun kolportierten 550.000 Euro sämtliche Malversationen des ehemaligen Mitarbeiters aufgedeckt sind, wollte der ASKÖ-Landespräsident nicht bestätigen: "Derzeit ermittelt noch die Staatsanwaltschaft, die werden das ans Licht bringen." Dadurch, dass Belege nur bis ins Jahr 2000 vorhanden sind, könnte eine restlose Aufklärung des Falles erschwert werden.

Der Allgemeine Sportverband Österreich (ASVÖ) ist mit rund 1,3 Millionen Mitgliedern und neun Bundesländerorganisationen der größte Sportverband Österreichs. Er ist laut Eigendefinition gemeinnützig und politisch unabhängig, erhält aber staatliche Fördermittel.

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