Vor Supermarkt
Irrer mit 16 Identitäten wollte in Wien Teenie abstechen
Wien. Alarmiert wurde die Polizei Donnerstagabend aufgrund eines wilden Streits zwischen einem Mann und einer Gruppe Jugendlicher zum bekannt-berüchtigten Franz-Jonas-Platz. Als die Beamten des Stadtpolizeikommandos Floridsdorf vor Ort eintrafen, gaben drei Jugendliche (14, 16 und 17 Jahre alt) außer Atem und völlig geschockt an, dass sie davor in einem Lebensmittelgeschäft von einem ihnen Unbekannten beschimpft und mit dem Umbringen bedroht worden waren - nur weil sie sich laut unterhalten hatten.
Dabei habe der Mann ein Klappmesser gezogen und sei ihnen nachgelaufen. In weiterer Folge wäre einer von ihnen zu Sturz gekommen und der Angreifer habe versucht, mehrmals auf den am Boden liegenden 16-Jährigen einzustechen. Dies sei ihm jedoch nicht gelungen und der Jugendliche war unverletzt geblieben.
Der mutmaßliche Täter und Kontrahent der Teenie-Gruppe, ein 38-jähriger Serbe, der augenscheinlich unter schwerem Suchtmitteleinfluss stand, leugnete alles. Die Cops fanden bei dem Mann jedoch nicht nur die mutmaßliche Tatwaffe, einen Schlagring mit integriertem Klappmesser, sondern auch sechzehn mutmaßlich gefälschte Ausweise, Führerscheine und Zulassungsscheine lautend auf verschiedene Personen.
Der 38-Jährige wurde vorläufig festgenommen und wegen des Verdachts der gefährlichen Drohung, der versuchten absichtlichen schweren Körperverletzung, der mehrfachen Fälschung besonders geschützter Urkunden sowie nach den Bestimmungen des Waffengesetzes angezeigt. Die Ermittlungen, was er mit den ganzen Fake-Identitäten vorhatte bzw. schon verbrochen haben könnte, laufen.
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