Das war Friedrich Karl Flick

Biografie

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Das war Friedrich Karl Flick

Flick war am 5. Oktober 2006 in seiner zu einer Festung ausgebauten Villa am Südufer des Wörthersees nach schwerer Krankheit im 79. Lebensjahr verstorben. Er hinterließ eine Frau und vier Kinder. Die vier Kinder erbten das auf fünf bis sechs Mrd. Euro geschätzte Vermögen zu gleichen Teilen.

Das Vermögen der Familie trug Vater Friedrich Flick (1883-1972) zusammen. Die Erfolgsgeschichte der Familie begann in der Weimarer Zeit und endete zunächst vor dem Nürnberger Kriegsverbrecher-Tribunal, das ihn wegen seiner NS-Verstrickung zu einer sieben Jahre langen Gefängnisstrafe verurteilte. Nach seiner Begnadigung nach drei Jahren Haft ordnete Flick das Imperium neu. Friedrich Karl trat 1957 in das Unternehmen ein. Nach dem Tod des Vaters erbte er 1972 das Industrie-Imperium. Friedrich Karls älterer Bruder Otto-Ernst war 1966 nach Streitigkeiten mit dem Vater aus dem Konzern ausgeschieden.

Mit 43.000 Beschäftigten erzielte die Flick-Gruppe 1984 weltweit einen Umsatz von 22 Mrd. DM, umgerechnet 11 Mrd. Euro. Ein Jahr später trennte sich Flick von seinem Imperium und verkaufte die Firmengruppe für rund 5,4 Mrd. DM an die Deutsche Bank. Anschließend zog er sich ins Privatleben nach Österreich zurück. Erst Mitte der 90er Jahre verlegte Flick seine Vermögensverwaltung von Düsseldorf nach Wien. Er sparte damit viel an Steuern, dem deutschen Fiskus entgingen dagegen Hunderte von Steuermillionen.

In die deutsche Nachkriegsgeschichte ging die sogenannte Flick-Affäre, ein Parteispenden-Skandal ein: Für 1,9 Mrd. DM verkaufte Flick Daimler-Anteile an die Deutsche Bank und musste wegen einer Genehmigung durch das deutsche Wirtschaftsministeriums für die dabei erzielten Gewinne keine Steuern zahlen. In den Folgejahren wurde bekannt, dass Flick am Finanzamt vorbei an CDU und CSU 15 Mio., an die FDP 6,5 Mio. DM und der SPD 4,3 Mio. DM gespendet hatte. Der damalige Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff (FDP) musste gehen, der ebenfalls belastete Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) kam dagegen ungeschoren davon.

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