03. Juni 2009 20:33
Jörg Haider eignet sich auch nach seinem Tod für einen Skandal: Denn heute
erscheint das Buch „Jörg Haider. Unfall, Mord oder Attentat?“ des deutschen
Enthüllungsjournalisten Gerhard Wisnewski (arbeitete für ARD und Spiegel).
Die Behauptungen des Münchners (bezweifelte in einem Buch auch schon die
Mondlandung der Amerikaner) sind skandalträchtig: Haider soll nicht durch
den Autounfall in Lambichl bei Klagenfurt ums Leben gekommen sein, sondern
es sei ein politisch motiviertes Attentat. Diese wilde These belegt er durch
Dutzende unbestätigte Gerüchte.
Vorabdruck:
"Hier geht es um Mord"
- Der Journalist durfte aber auch das Autowrack besichtigen und kam zu dem
Schluss: „Ich bin überzeugt, es handelte sich um einen inszenierten
Crash, das Fahrzeug wurde präpariert und in Lambichl abgestellt“. Er
habe technische Beweise am Wrack festgestellt, die sehr deutlich auf
ein Attentat hinweisen würden: „Die Autotüren sind fachmännisch
ausgebaut und nicht bei einem Unfall herausgerissen worden. Denn die
Türschläge sind völlig unversehrt.“
- Weiters behauptet er, dass in Haiders Magen kein Alkohol gefunden worden
sei. Der hohe Alkoholkonsum sei nicht bewiesen, der Alkohol sei Haider
gegen seinen Willen eingeflößt worden.
- Außerdem zweifelt er an, dass Haider
mit 142 km/h unterwegs gewesen sein soll. Der Bremsweg zeige, dass
er maximal mit 90 km/h unterwegs gewesen sei.
Kritik an Staatsanwalt
Wisnewski unterstellt der Klagenfurter
Staatsanwaltschaft, nicht ausreichend ermittelt zu haben. Seine Begründung:
„Haiders Tod hat in einem feindlichen juristischen Umfeld stattgefunden. Er
hat sich mit der Klagenfurter Staatsanwaltschaft massiv überworfen“, so
Wisnewski. Die Staatsanwaltschaft hat keine Hinweise auf ein Attentat
festgestellt und das Verfahren eingestellt.
Verkaufserfolg
Das Buch erscheint im gesamten deutschsprachigen
Raum. Der deutsche Kopp-Verlag schickt vorerst „zwei bis drei Paletten“ nach
Österreich, so Verlagsleiter Matthias Zipfel.