18. Juni 2009 09:13
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen zog ein schweres Gewitter mit
Hagel, Regen und Sturm über weite Teile Kärntens. Innerhalb von nur wenigen
Minuten wurden in den Bezirken St. Veit/Glan, Spittal/Drau, Feldkirchen,
Villach, Völkermarkt und Wolfsberg nicht weniger als 8.500 Hektar
landwirtschaftlicher Fläche zerstört. Der angerichtete Schaden beträgt 2,5
Millionen Euro. „Hagelunwetter haben heuer in Kärnten 3,5 Millionen Euro
Schaden in der Landwirtschaft verursacht. Unsere Sachverständigen haben
bereits mit den Schadenserhebungen begonnen, denn nach solchen Unwettern
müssen die Betroffenen möglichst schnell Entschädigungen bekommen“, erklärte
gestern Kurt Weinberger, Generaldirektor der Österreichischen
Hagelversicherung. „Alleine im Bezirk St. Veit liegen 30.000 Festmetern Holz
am Boden liegen, 8.500 Hektar landwirtschaftliche Fläche wurden zerstört“,
bestätigte auch Agrar-Landesrat Josef Martinz (ÖVP).
Doch nicht nur auf den Feldern ist der Schaden groß.
Allein
in Althofen rückte die Feuerwehr 56 Mal aus, um Wasser aus zahlreichen
Kellern zu pumpen. Zum Teil unter Bäumen begrabene Autos mussten befreit,
abgetragene Hausdächer gesichert werden. Erst gegen Mitternacht war für die
Florianijünger, die Unterstützung aus der gesamten Region bekommen hatten,
Dienstende.
Im Dauereinsatz war auch die Feuerwehr in Straßburg.
Der
wohl spektakulärste Einsatz war in der dortigen Stadtpfarrkirche: „Das
Wasser kam durch den Kanal vor dem Kirchentor, überschwemmte den Vorplatz
und schoss schließlich in das Kirchenschiff. Das Kirchenschiff stand mehrere
Zentimeter unter Wasser.“
Am Faaker See musste die Wasserrettung drei junge Surferinnen sowie einen
völlig entkräfteten Schwimmer aus den Fluten fischen.