Mobbing-Vorwürfe im Klagenfurter LKH

Missstände

© TZ Oesterreich Raunig

Mobbing-Vorwürfe im Klagenfurter LKH

Mobbing-Alarm im LKH. Einer leitenden Mitarbeiterin, die einen Missstand aufgezeigt hatte, soll von ihrem Vorgesetzten eine „Psychiatrierung“ nahe gelegt worden sein. Sie soll als Folge dieses Gesprächs im Krankenstand und mit den Nerven am Ende sein.

Eine Arbeitskollegin erzählt ÖSTERREICH: „Sie hat beruflich auch mit der Reinigung zu tun. Dabei stellte sie fest, dass die gesamte zu putzende Fläche im LKH um 36.000 Quadratmeter falsch berechnet wurde.“ Dadurch würde der Personalbedarf nicht mehr stimmen, weil man mehr Reinigungskräfte braucht – und Budget. Brav meldete die Angestellte den Fehler ihrem Vorgesetzten. „Seither ist nichts mehr, wie es einmal war“, erzählt ihre Freundin. „Man versuchte, sie ruhigzustellen. Überdies fand sie heraus, dass bei der Personalplanung auf spezielle Kräfte für Bettendesinfizierung vergessen wurde. Als sie drohte, die Missstände dem Vorstand zu melden, erhielt sie von einem Vorgesetzten die Aufforderung, von sich ein Persönlichkeitsprofil erstellen zu lassen und einen Persönlichkeitstest zu machen.“

Weinkrampf
Die Frau befindet sich jetzt in psychologischer Behandlung. Von ÖSTERREICH kontaktiert, brach sie weinend zusammen. Kabeg-Aufsichtsrats­chef Kurt Scheuch will die Affäre prüfen: „Wenn die Frau wieder gesund ist, wird es mit ihr und Kabeg-Chefin Ines Manegold eine Aussprache geben. Stimmen die Vorwürfe, gibt es Konsequenzen.“

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