Ermittlungen

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Polizei zeigt die Beute des Amok-Wilderers

Es war der schrecklichste Amoklauf der heimischen Kriminalgeschichte: Im September erschoss der Wilderer Alois H. (55) kaltblütig drei Polizisten und einen Sanitäter. Danach nahm er sich selbst das Leben.

Ein Ende der Ermittlungen ist nicht in Sicht. Denn der 55-Jährige trieb auch jahrzehntelang als Einbrecher in Villen und Jagdschlösser sein Unwesen. Nun haben die Kriminalisten Fotos sichergestellter Gegenstände - mutmaßliches Diebesgut - veröffentlicht.

Auf der Webseite des Landeskriminalamts sind etwa 40 Gegenstände zu finden, die auf dem Anwesen des Mannes in Großpriel gefunden wurden (>> Hier die Liste als PDF). Dabei handelt es sich u.a. um Gewehre ebenso wie um eine Armbrust, Ganzkörperpräparate eines Auerhahns und eines Rotfuchses, vier Hirschgeweihe mit gekapptem Schädel oder ein Bärenfell mit präpariertem Kopf und grüner Einfassung.

"Wir haben jetzt einmal eine Zwischenbilanz gemacht. Alle Gegenstände wurden sichergestellt, aber es konnten noch nicht alle Trophäen und Waffen zugeordnet werden", sagte Polizeisprecher Johann Baumschlager.

baerenfell.jpg © BMI
Bärenfell mit präpariertem Kopf; Foto: BMI

91 Straftaten
Insgesamt 91 Straftaten soll der Wilderer, vorwiegend in Niederösterreich und der Steiermark, verübt haben.

Bisher sei die Herkunft von etwa 200 Schusswaffen, einer Vielzahl von Bildern, Antiquitäten, Tierpräparaten, vier Motorrädern, 21 Kennzeichen und drei Pkw-Anhängern geklärt worden.

Auf das Konto des mutmaßlichen Wilderers gehen ebenso 49 Einbrüche in Jagdhäuser, Jagdschlösser, Schießstätten und ein Wildtiermuseum. Zudem soll er elf Objekte in Brand gesetzt haben. Bis Herbst 2013 hat der Verdächtige den Ermittlungen zufolge 14 Pkw-und Lkw-Einbruchsdiebstähle begangen sowie vier Motorräder und 21 Kennzeichen gestohlen.

Hinweise sind an das Landeskriminalamt NÖ (Tel. 059133 - 30 3333) zu richten. Auf dem Anwesen des Beschuldigten wurden u.a. mehr als 300 Waffen sichergestellt. Dem mutmaßlichen Wilderer sind bereits Delikte mit Schaden in Millionenhöhe zugeordnet worden.

Diashow So luxuriös wohnte der Killer

Hier wohnte Alois Huber

Das Anwesen: Vierkanthof, Lagerhalle und separates Herrschafts-Wohnhaus..

Hier wohnte Alois Huber

...Spur der Zerstörung: Panzer rammten Loch in die Außenwand des Herrschaftshauses. Die Panorama-Bilder machen deutlich, weshalb der Großeinsatz der Cobra und der Polizei (335 Beamte) so lange dauerte...

Hier wohnte Alois Huber

....das Haus ist stattlich, verwinkelt. Hinter jeder Ecke hätte der Wilderer lauern können....

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...Spezialeinheiten durchkämmten Zentimeter für Zentimeter alle Gebäude...

Hier wohnte Alois Huber

...schließlich entdeckten sie ein Geheim-Bunker im Keller des Hauses. Dort fanden sie die verbrannte Leiche des 55-Jährigen Transportunternehmers.

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Blick auf die Lagerhalle von der Ferne ...

Hier wohnte Alois Huber

...und aus der Nähe...

Hier wohnte Alois Huber

...im Ort herrscht Fassungslosigkeit. Alois Huber war allen bekannt.

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Aber auch Erleichterung macht sich breit, dass der Fall gelöst ist.

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Die Trauer gilt jetzt den Angehörigen der Toten.

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