11. Jänner 2010 10:35
Drei Großbrände, drei Hallen zerstört, ein Schaden von mehr als zehn
Millionen Euro: Die Firma Linz Textil wurde in den vergangenen drei Monaten
vom Schicksal gebeutelt. „Es herrschte bereits große Verunsicherung“, sagt
Direktor Kurt Zangerle, „Wir haben schon an uns und unserer Technik
gezweifelt.“ Denn bei den ersten Bränden galten noch technische Defekte als
Auslöser.
Blick nach vorne
Seit gestern herrscht nun Aufatmen im Betrieb.
Zwar zerstörte der dritte Brand am Samstag eine Lagerhalle und die darin
gelagerten rund 500 Tonnen Garnballen. Doch nur wenige Stunden nach der
Katastrophe konnte die Polizei den Ex-Mitarbeiter Christian S. (25) als
Tatverdächtigen stellen. „Als Motiv steht Zerwürfnis mit der Firma im
Raum!“, so Sicherheitsdirektor Alois Lißl. Während die Ermittlungen nun
laufen und auch auf die vorhergegangenen Brände ausgeweitet werden, krempelt
man bei der Linz Textil die Ärmel hoch. Die Produktion musste nach dem
Großbrand stillgelegt werden, da durch das zerstörte Objekt Infrastrukturen
wie Heizung und Druckluft laufen. „Doch ab Mittwoch geht ein Teilbereich
wieder in Betrieb“, so Zangerle.
Dank den Helfern
Zu verdanken sei das der gemeinsamen Anstrengung
der Mitarbeiter und der Unterstützung von Fremdfirmen. „Die Abbruchfirmen
sind uns trotz Wochenende sofort zur Seite gestanden, haben geholfen, als
wäre es ihr Betrieb.“ Natürlich sei man voll Dankbarkeit für die Hilfe der
Einsatzkräfte. „Ob Rotes Kreuz, Berufs- oder Freiwillige Feuerwehr: Sie
haben Nächte durchgearbeitet und uns durch ihren Einsatz beschämt.“ Doch
auch wenn die Brandserie ein Ende zu haben scheint: Kurt Zangerle wird noch
eine Zeit lang unruhig schlafen.