11. Juli 2011 00:11

Trauer in Bad Ischl 

Paulina: Abschied unter Tränen

Der kaltblütig ermordeten Paulina (14) wird heute die letzte Ehre erwiesen.

Paulina: Abschied unter Tränen
© privat

Selten hat ein Kriminalfall in den letzten Jahren Österreich so bewegt wie der Mord an Pauline (14). Vor fünf Tagen war das fröhliche Schul-Mädchen von Stiefvater und Bruder erdrosselt worden. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Familie, Freunde und Bekannte traf die Todesnachricht wie ein Blitz. Paulina kommt nie wieder zurück. Sie wird nie wieder ihre Lieblingsplätze an Ischl und Traun aufsuchen. Ihr ansteckendes Lachen hallt nicht mehr durch die Zimmer der kleinen Wohnung, in der sie mit Mutter und ihren drei Geschwistern lebte.

Seit gestern liegt ihr junger Körper aufgebahrt in der Pfarrkirche Pfandl in Bad Ischl (Oberösterreich). Auf der Parte steht der Name, mit dem sie so gerne gerufen wurde: Alina. Und ein letzter Gruß ihrer Familie: „Unendlich traurig sind wir über den unfassbar plötzlichen Tod.“

Drei Kränze stehen um den Sarg, je einer von Mama, den Großeltern, ihren Schulfreunden. „Wir lieben Dich“ hat ihr Papa auf die Schleife schreiben lassen. Sein Bouquet steht obenauf auf dem Sarg. Paulinas Vater ist Grieche, reiste gestern nach Oberösterreich an, auch ihr Großvater kam gestern aus Köln. Im Moment hat die Familie leider vor allem eines gemeinsam: den Schmerz und die Trauer um ihr Mädchen.

Trotz Ferien: Hunderte Schüler heute bei Beerdigung
Doch der Schmerz trifft nicht nur die Familie, denn Paulina war ein überaus beliebtes und erfrischendes Mädchen. Ihre Schule, das Gymnasium in Bad Ischl, ist nicht zuletzt deshalb seit der Todesnachricht, die während der Schulschluss-Party die Schüler erreichte, wie in Schockstarre. Viele ihrer Freundinnen und Mitschüler müssen vom Kriseninterventions-Team betreut werden. Trotz Ferien werden sich heute Hunderte Jugendliche der Trauerfeier anschließen. So recht begreifen kann niemand, was sich in der letzten Woche in dem Ort für ein Drama ereignete.

Viele Freundinnen von Paulina, aber auch einige Burschen, wollten nicht erst auf das Begräbnis heute warten, sondern gingen schon gestern in die kleine Pfarrkirche, um an ihrem Sarg ein paar Blumen niederzulegen, Erinnerungsstücke abzulegen und ganz im Stillen von ihr Abschied zu nehmen. Es waren berührende Szenen.

Heute um 14.30 Uhr wird sich der 14.000-Einwohner-Ort bei der Trauerfeier und dem Begräbnis auf dem Waldfriedhof noch einmal von Paulina verabschieden. Von einem Mädchen, das so neugierig durch die Welt ging, so liebevoll mit Freunden und Familie war – und so grausam sterben musste.

Ermittler arbeiten weiter auf Hochtouren

Während heute die Familie beim Begräbnis trauert, geht für die Ermittler die Puzzlearbeit im Mordfall weiter. Und die große Frage nach dem Warum?

Mehr eine Grube als ein Grab, einen Tag vor dem Verbrechen ausgebuddelt, gerade groß genug für einen jungen Menschen. Hier, in dem kleinen Wald am Schwarzensee bei St. Wolfgang wurde Paulina nach dem kaltblütigen Mord verscharrt und erst durch das Geständnis von Stiefvater Klaus K. (48) und dessen Sohn Konstantin K. (19) – „Ja, wir haben sie dort vergraben.“ – am Mittwoch von der Polizei entdeckt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Heute kann die trauernde Familie dadurch zumindest in Würde von ihrer Paulina Abschied nehmen, sonst hätte man sie vermutlich nie gefunden.

Doch noch immer sind für die Ermittler in dem grausamen Verbrechen viele Fragen offen. Allen voran jene nach dem Motiv. Klaus K., Ex-Lebensgefährte von Paulinas Mutter Claudia, will nach dem Geständnis nichts mehr sagen. Deshalb müssen sich die Ermittler mühsam vorwärts tasten.

Es war wohl eine Mischung mehrerer Gründe, die zum Mord führte. Rache – weil Paulinas Mama ihren Mann verlassen hatte. „Ich nehme dir dein Liebstes“, soll Klaus K. gedroht haben.

Aber da ist auch noch das dunkle Geheimnis von Paulina. Wollte sie tatsächlich ihren Stiefvater anzeigen und wurde das ihr endgültiges Todesurteil? Die Polizei schließt jedenfalls ein sexuelles Motiv nicht aus. Paulinas Stiefvater Klaus K. soll das Mädchen sexuell belästigt haben. Wollte sie ihn jetzt, nach der Trennung von ihrer Mutter, bei der Polizei „verpfeifen“.

Die Rolle von K.s Sohn Konstantin ist unbeleuchtet. Er soll seinem Vater hörig sein. Verstärkt noch, weil seine leibliche Mutter nach der Trennung von Klaus auch den Kontakt zu Konstantin abgebrochen hatte.

10.000 Euro im Auto
In den Polizei-Vernehmungen schweigt das Vater-Sohn-Duo beharrlich. „Sie spielen sogar irgendwie die Macht ihres Schweigens aus“, so ein Ermittler.

Inzwischen wurden aber auch ohne weitere Aussagen der beiden neue Fakten ermittelt. So hatte Konstantin in dem VW Sharan, mit dem er nach der Tat unterwegs war, um Spuren zu beseitigen, 10.000 Euro versteckt.

Geld für eine geplante Flucht? Oder: Der Preis dafür, dass er seinem Vater bei dem kranken Mord-Plan zur Seite stand? Dass er mit ihm das Mädchen abgepasst, es gewürgt, geschlagen, mit einem Strick stranguliert und sie danach in einem Waldloch verbuddelt hatte.

M. Born / Barbara Haas


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6 Postings
Natii aus Haid meint am 13.07.2011 11:50:32 ANTWORTEN >
Was mit dem hübschen Mädchen passiert ist finde ich sehr traurig. Sie hatte noch ihr ganzes Leben vor sich und es wurde zerstört wegen diesen beiden Bestien. Mein Beileid und lebe in Frieden weiter Alina! Lg Natalie
Johann aus Bad Zell meint am 13.07.2011 08:26:38 ANTWORTEN >
Es ist sehr traurig das die Hübsche 14.jährige Alina ihr Leben wegen dieser beiden Bestien lassen muste. Hoffentlich werden die beiden für ewig wegsperrt
Der Mutter und Geschwistern mein Aufrichtiges Beileid
antoinette1 meint am 12.07.2011 14:55:22 ANTWORTEN >
Schade dass es keine Todesstrafe mehr gibt!
Obwohl das wär für so einen Menschen noch zu HUMAN. Man sollte sie in eine GEMEINSCHAFTSZELLE mit SCHWERVERBRECHERN geben. Sorry aber so etwas geht mir nicht in den Kopf! Paulina mache es GUT. Antoinette
poke398 meint am 11.07.2011 21:33:09 ANTWORTEN >
nein man kann es nicht nach empfinden außer man hat es schon mal mitgemacht sein liebstes zu verlieren
aber was ich nicht verstehe wie man sowas machen kann O.o
ich verstehe es nicht es gibt keinen logischen sinn keine erklärung nichts es ist einfach dumm :( nein es ist bestialisch
ich kapier es nicht es leuchtet mir nicht ein :(
die polizei hätte nichts machen können also den berichten zu folge hat sie nicht mehr lange gelebt :( aber so grausam zu sterben hat keiner verdient.
todesstrafe hat er nicht verdient
ich hoffe sie san richtig scheiße zu ihm im gefängnis was anderes hat er nicht verdient möge das gefängnis die hölle auf erden für ihn sein

ich kann nur mein ganzes mitgefühl ausdrücken
und niemand kann es rückgängig machen, egal was er bekommt es bringt paulina nicht zurück
ich hoffe sie hat jetzt ihren frieden gefunden
Teddy1 meint am 11.07.2011 15:49:59 ANTWORTEN >
hier sind alle Mitschuldig die davon wußten, jedenfalls Moralisch.
Was hätte aber die Nachbarin machen sollen?
OK, Anzeige bei der Polizei. Aber was hätte die gemacht? Gar nichts.
Schließlich war ja noch nichts passiert. Das gleiche kennen wir doch bei den Ehrenmorden.
Die Drohung reicht einfach nicht um jemanden zu belangen.
Die Täter gehören jedenfalls für immer weg gesperrt.
Von der Todesstrafe halte ich auch nicht viel. Sie bringt keinen wieder und es wurden damit auch schon zu viele Unschuldige bestraft.

Den Angehörigen gilt jedenfalls mein ganzes Mitgefühl.
Es kann keiner Nachempfinden wie es ist, wenn man sein liebstes verliert.
Ruhe in Frieden, Paulina.
puchmaxi meint am 11.07.2011 09:57:11 ANTWORTEN >
die menschen sind die grössten viecher
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