13. Oktober 2009 13:14
Drei Rumänen, die vergangene
Woche in Steinbach am Ziehberg (Bezirk Kirchdorf) mit einem Lkw einen
Bankomaten aus der Verankerung gerissen und gestohlen haben, sind einige
Tage später der Polizei direkt in die Arme gelaufen. Die Männer hatten ihre
Beute im Grünen zwischengelagert. Als sie diese am Freitagabend abholen
wollten, wurden sie bereits erwartet, wie die Sicherheitsdirektion
Oberösterreich am Dienstag bekanntgab.
Die drei Männer hatten zunächst einen Lkw gestohlen und damit den Bankomaten
herausgerissen. Obwohl der Alarm bereits losging, zerschlugen sie mit einem
Vorschlaghammer noch das Gehäuse und luden den Tresorteil in ihr Fahrzeug,
bevor sie flüchteten. Den Lastwagen fand die Polizei einige Stunden später:
Die Täter hatten offenbar versucht, ihn über einen Steilhang stürzen zu
lassen. Das misslang allerdings, weil das Fahrzeug mit der Bodenplatte
aufsaß. Daher versprühten sie Pulver aus dem Feuerlöscher in der
Fahrerkabine, um ihre Spuren zu verwischen.
Die Polizei durchkämmte in den folgenden Tagen mit Hubschrauberunterstützung
das Gebiet rund um Steinbach und fand schließlich unterhalb der sogenannten
Gradn-Alm den Tresor, er war noch ungeöffnet. Ab da lagen die Beamten auf
der Lauer. Freitagabend wurde ihre Geduld belohnt: Die drei Rumänen holten
ihre Beute ab. Am Rückweg gerieten die Männer dann "zufällig" in eine
Verkehrskontrolle. Sie waren offenbar zu überrascht, um Widerstand zu
leisten.
Verdächtige einschlägig vorbestraft
Die drei
Verdächtigen im Alter von 41, 34 und 25 Jahren sind bereits einschlägig
vorbestraft, laut Polizei haben sie in verschiedenen Staaten schon
jahrelange Haftstrafen ausgefasst. Das Trio gestand die Tat und gab bei der
Gelegenheit gleich noch einen Einbruch in ein Gasthaus und einen
Autodiebstahl zu. Die Rumänen wurden in die Justizanstalt Steyr eingeliefert.