Schlag gegen die Hunde-Mafia: 43 Welpen gerettet

Linz

Schlag gegen die Hunde-Mafia: 43 Welpen gerettet

Polizeibeamte standen fassungslos am ehemaligen österreichisch-bayerischen Grenzübergang in Suben, blickten mitleidig auf die ­lebende Fracht eines Kleintransporters: Zusammengepfercht kauerten 43 wimmernde Hundebabys in viel zu engen Transportkisten. Manche der Welpen waren höchstens vier Wochen alt.

100.000 illegale Welpen pro Jahr im Handel

Die Hundebabys kamen ­ursprünglich aus Ungarn: Sie hatten falsche Papiere, waren nicht geimpft, hatten Würmer und starken Milbenbefall. Über Österreich, die Drehscheibe und Haupttransitroute der Hundemafia, sollten sie bis nach Belgien weitertransportiert und dort von den illegalen Händlern auf Parkplätzen verkauft werden.

Geschätzte 100.000 Hunde werden pro Jahr auf diese Weise quer durch Europa gekarrt. 800 sollen jedes Wochenende allein in Wien zum Kauf angeboten werden. Längst haben Polizei, die Behörden und Tierschützer der Welpenmafia den Kampf angesagt. Mit Scheinkäufen werden sie zur Strecke und schließlich vor Gericht gebracht. Erst kürzlich wurde ein Pärchen in Wien zu (nicht rechtskräftigen) 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Auch die Justiz greift energischer durch.
Die Welpen an der Grenze wurden beschlagnahmt, sind in einem Tierheim untergebracht. Sie wurden geimpft und entwurmt. Schon bald sollen die 43 Hundebabys an neue Besitzer vermittelt werden.

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