Vermisster Tourengeher tot geborgen

250 Meter abgestürzt

Vermisster Tourengeher tot geborgen

Der Familienvater aus Pasching (Bezirk Linz-Land) war 250 Meter tief abgestürzt. Seine Leiche konnte am späten Vormittag von einem Hubschrauber aus geortet und anschließend von einem Einsatz-Team ins Tal gebracht werden, teilte Siegfried Passek von der Bergrettung der APA mit.

Familienvater alleine auf Skitour
Der Oberösterreicher war Freitag früh von der Talstation Wurzeralm bei Spital am Pyhrn (Bezirk Kirchdorf an der Krems) alleine zu einer Skitour aufgebrochen. Als er nicht zurückkehrte, wurde eine Suchaktion gestartet. 40 Einsatzkräfte durchkämmten am Samstag das Gebiet. Die Hoffnung, dass sich der 47-Jährige in einer Hütte in Sicherheit gebracht haben könnte, zerschlug sich rasch. Am so genannten Rossarsch hatte sich der Mann noch in das Gipfelbuch eingetragen, dann verlor sich die Spur.

Sturm und Lawinengefahr verzögerten Suche
An den darauf folgenden Tagen mussten die Rettungsmannschaften im Tal bleiben. Sturm und Lawinengefahr machten einen Aufstieg zu gefährlich. Erst am Dienstag wurde die Suche wieder aufgenommen. 63 Bergretter und acht Alpinpolizisten waren im Einsatz, Unterstützung erhielten sie von einem Hubschrauber des Innenministeriums und einer Lawinenhunde-Staffel. Bis zuletzt hoffte man, der routinierte Tourengeher könnte sich in den Schnee eingegraben oder biwakiert und so überlebt haben.

Unfall vermutlich bei Abfahrt passiert
Mit dem Hubschrauber wurden zunächst mehrere Gipfel angeflogen, um festzustellen, ob sich der Vermisste in ein weiteres Gipfelbuch eingetragen hat. Auf der Spitze des Warscheck wurden die Bergretter schließlich fündig, dort hatte der 47-Jährige seinen Namen hinterlassen. Bei der Abfahrt passierte dann allem Anschein nach der Unfall: Der Wintersportler stürzte 250 Meter weit ab und dürfte wenig später seinen Verletzungen erlegen sein.

Ortung der Leiche mit Hubschrauber
Die Hilfsmannschaften konnten die Leiche des 47-Jährigen vom Hubschrauber aus orten. Dann stieg ein Team aus Bergrettern und Alpinpolizisten auf, um sie zu bergen. Anschließend wurde der Verunglückte mit dem Hubschrauber nach Spital am Pyhrn geflogen.

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